Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest
+
Übel zugerichtet: Die Starnberger Schlossgartenmauer ist bereits vor einiger Zeit mit Schmierereien verunstaltet worden.

Sachbeschädigung

Wut über Schmierereien: „So schlimm war es noch nie“

  • schließen

Starnberg, Possenhofen, Pöcking, Feldafing – seit dem vergangenen Wochenende zieht sich eine Spur von Graffiti-Schmierereien durch die See-Kommunen.

Starnberg – „Wir bearbeiten zurzeit über 30 Fälle“, berichtet Polizeihauptkommissar Kai Motschmann, Sachbearbeiter Einsatz bei der Starnberger Polizei, im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Die Häufung sei ungewöhnlich, sagt er. Und sie sorgt zunehmend für Ärger.

„So schlimm war es noch nie“, schimpfte WPS-Stadtrat Markus Mooser am Montagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Starnberger Stadtrats. Vor allem die meterlange Schmiererei an der Schlossgartenmauer empört ihn. „Das ist eine Zerstörung eines Kulturdenkmals“, ärgerte sich Mooser. Die Schlossgartenmauer wurde zwischen 1565 und 1570 errichtet, drei Teilbereiche sind im Bayerischen Denkmalatlas aufgeführt.

Bürgermeisterin Eva John überlegt sogar, eine Belohnung auszuloben für Hinweise, die zu den Tätern führen. Diese haben im Stadtgebiet weitläufig ihr Unwesen getrieben. „Oben, unten, überall“, ärgert sich John. Sogar das erst vor wenigen Tagen fertiggestellte großflächige Dinard-Gemälde auf dem Trafohäuschen an der Dinardstraße (wir berichteten) ist schon verunstaltet. Weitere Tatorte meldet die Polizei in der Hauptstraße, der Söckinger Straße, der Ottostraße, dem Ostheimer Weg, der Possenhofener Straße, dem Siebenquellenweg, An der Hintermühle und am Bahnhof See. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Von einer Belohnung will die Polizei bislang noch nichts wissen. Hauptkommissar Motschmann setzt auf einen Sachbearbeitet, der sich derzeit mit den Fällen beschäftigt. Und darauf, dass die Verunstaltungen möglichst schnell entfernt werden. „Wir sollten den Schmierern keine Bestätigung geben“, sagt Motschmann. In dem Zusammenhang kann er sich gut vorstellen, gefasste und verurteilte Täter zur Beseitigung der Dreckstellen heranzuziehen. „Da braucht es eine konzertierte Aktion, bei der Stadt, Gericht, Staatsanwaltschaft, Jugendhilfe und Polizei an einem Strang ziehen.“

Einen Appell an die Bürger hat der Beamte auch: Sobald jemand verdächtige Beobachtungen macht, etwa junge Leute mit Spraydosen sieht, möge er die Polizei anrufen: Tel. (0 81 51) 36 40. Nur dann gebe es die Chance, die Täter auf frischer Tat zu ertappen. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Der letzte Gottesdienst in der „alten“ Kirche
Die Starnberger Friedenskirche wird innen neu gestaltet. Der vorläufig letzte Gottesdienst wird am Kirchweihsonntag gefeiert. Den neuen Glanz wird man am Reformationstag …
Der letzte Gottesdienst in der „alten“ Kirche
Fast wie aus der Zeit gefallen
Der schönste Tag am See ist nichts, wenn einem der Magen knurrt und die Kehle austrocknet. Ein Glück, dass es im Fünfseenland so viele tolle Kioske gibt. Die schönsten …
Fast wie aus der Zeit gefallen
Hubschrauber sorgt für Verkehrsbehinderungen
Ein medizinischer Notfall hat am Dienstagmorgen auf der Autobahn A95 zwischen dem Starnberger Kreuz und der Ausfahrt Fürstenried für Verkehrsbehinderungen gesorgt.
Hubschrauber sorgt für Verkehrsbehinderungen
„Damit werden wir leben müssen“
Umgestürzte Bäume nach einem Sturm: Darauf können wir uns in Zukunft öfter einstellen. Nach Meinung der Experten ist das eine Folge des Klimawandels und hat nichts mit …
„Damit werden wir leben müssen“

Kommentare