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Schwierige Strecke: Die anspruchsvollen Rennen im französischen Val-d’Isère waren für Kira Weidle Neuland. 

Letztes Weltcup-Rennen 2016

Zu Weihnachten gibt’s drei freie Tage

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Starnberg – Skirennläuferin Kira Weidle verpasst bei ihren letzten beiden Weltcup-Rennen des Jahres die Punkte knapp. Die 20-Jährige gibt sich damit nicht zufrieden – im kommenden Jahr will sie weiter punkten.

So langsam aber sicher geht es auf Weihnachten zu. Für viele beginnt schon jetzt die ruhige Zeit. Abschalten vom Alltag? Da kann Kira Weidle nur lachen. „Schön wäre es“, sagt die Skirennläuferin vom SC Starnberg. Gerade hat sie die beiden letzten Rennen der Weltcup-Saison in diesem Jahr absolviert. Im französischen Val-d’Isère fuhr sie zwei Mal knapp an den Punkten vorbei: im Downhill auf Platz 34, im Super G auf Platz 32. Platz 30 oder besser hätte Punkte gegeben. Vor Weihnachten geht es noch weiter zu Rennen nach Kaltenbach und Sölden. „Dann habe ich mal tatsächlich drei Tage frei“, sagt Weidle.

Am Freitag wegen Torfehler disqualifiziert: „Kein toller Einstand“

Zeit zurück zu blicken. Denn so einfach ist die Bewertung der letzten beiden Weltcup-Rennen dieses Jahres nicht. „Insgesamt war es solide“, sagt Weidle, „aber keine überragende Leistung von mir.“ Die 20-Jährige fuhr das erste Mal in in Val-d’Isère. Nur bei zwei Abfahrten im Training konnte sie die Gegebenheiten der anspruchsvollen Strecke testen. Weidle berichtet: „Im oberen Teil ist es sehr wellig. Der Kurs ist nicht ganz so schön ins Gelände gesetzt.“ Im unteren Teil des Kurses sorgt dann ein häufiger Wechsel von Licht und Schatten für Schwierigkeiten. „Deshalb war das erste Training eher eine Besichtigungsfahrt“, sagt die 20-Jährige. Weidle versuchte ihr Bestes – und erreichte im Super G Platz 32. Damit war sie beste deutsche Fahrerin. Weidle sagt aber: „Da wäre aber mehr drin gewesen.“

Bei der Alpinen Kombination am Freitag wurde Kira Weidle wegen eines Torfehlers disqualifiziert. „Kein toller Einstand“, bilanziert sie. Dafür gelang ihr dann bei der Abfahrt am Samstag Platz 34 „mit einer leicht besseren Leistung“. Wieder war Kira Weidle beste deutsche Fahrerin. Michaela Wenig (39.) und Patrizia Dorsch (43.) landeten hinter ihr.

Zwischen den Jahren trainiert Weidle im Fitnessraum

Mit den Plätzen 32 und 34 verpasste die Kira Weidle die Punkte zwei Mal denkbar knapp. „Schade, damit kann ich nicht zufrieden sein“, sagt sie. „Ich weiß, was ich kann und was möglich wäre.“ Bei den Weltcup-Rennen im kanadischen Lake Louise Anfang Dezember holte sie schließlich ihre ersten Weltcup-Punkte, die sie sich für diese Saison fest vorgenommen hat. „Super, dass das dort gleich geklappt hat.“ Die Strecke in Val-d’Isère war „komplettes Neuland“ für sie. So waren Punkte zumindest heuer nicht zu holen. Die 20-Jährige blickt aber hoffnungsvoll auf die Rückkehr nach Val-d’Isère im kommenden Jahr. „Dann weiß ich, wo man Gas geben kann – vielleicht fahre ich ja dort nächstes Jahr in die Punkte“, sagt Weidle.

Die Weltcup-Saison geht für die Skirennläuferin am 14. und 15. Januar 2017 mit einer Abfahrt und einer Alpinen Kombination im österreichischen Zauchensee weiter. Ein, zwei Mal wolle sie in dieser Saison noch in die Punkte kommen, betont die ambitionierte Sportlerin. Zwischen den Jahren stehen für Weidle noch einige Trainingseinheiten auf dem Programm. Im Fitnessraum wird die 20-Jährige dann an ihrer Kondition und Kraft arbeiten. Wenn man an ihr Programm vor und nach Weihnachten denkt, kann man gut nachvollziehen, warum sich die Sportlerin sehr über drei freie Tage zwischendurch freut.

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