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Engagierte sich 24 Jahre lang als Kirchenpfleger: Erwin Huber vor der Kirche St. Valentin. 

Porträt

Zweieinhalb Jahrzehnte für Perchas Kirchen: Erwin Huber hat drei Pfarrer erlebt

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Erwin Huber war 24 Jahre lang Kirchenpfleger in Percha. Er hat drei Pfarrer erlebt und eine Sperrung der Kirche wegen Schneelast.

Percha– 24 Jahre lang ein anspruchsvolles Ehrenamt ausfüllen: Das ist eine fordernde Aufgabe. Erwin Huber (78) war so lange Kirchenpfleger in Percha. In dieser Zeit hat er drei Pfarrer erlebt und zahlreiche Renovierungsaktionen an kirchlichen Gebäuden gemeistert. Jetzt hat er das aufwendige Amt an Thomas Fersch abgegeben. „Thomas Fersch ist so lange in der Kirchenverwaltung wie ich, da ist Kontinuität sichergestellt“, sagt Huber, der mit seiner Frau nun öfter reisen will.

Der frühere Geschäftsführer der Stadt Starnberg – er ging 2004 in den Ruhestand – übergibt ein geordnetes Haus. Zu Percha gehören die Kirchen in Harkirchen und Kempfenhausen, insgesamt sind es also mit St. Christophorus und St. Valentin vier Gotteshäuser und ein Kindergarten. In Hubers Zeit wurde die Kirche St. Valentin renoviert, ebenso die Pfarrkirche St. Christophorus, das Pfarrhaus und Anfang der 2000er Jahre auch der Kindergarten. Er ist gerade in der Diskussion wegen einer Asbest-Belastung im Fußboden des Obergeschosses und Legionellen im Trinkwasser. Dazu will sich Huber nicht äußern. Wie es weitergeht, ist unklar.

Die Arbeit als Kirchenpfleger hat Huber viel Freude gemacht. „Es ist viel Arbeit dabei, die keiner sieht.“ Bei Renovierungsmaßnahmen etwa muss der Kirchenpfleger die Gewerke ausschreiben. Das sei auch viel Schreibarbeit gewesen. Die fällt weg, seit der Pfarrverband Aufkirchen einen Verwaltungsleiter beschäftigt. „Die Schreiben in Vertretung vom Amtspfarrer wie etwa die Arbeitsvergaben macht nun unser Verwaltungsleiter Andreas Gams.“ Die Verwaltung des Kindergartens hat ein Kindertagesstätten-Verbund übernommen, den der Pfarrverband mit Schäftlarn eingegangen ist. Das reduziert den Aufwand für den Kirchenpfleger.

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Zu Beginn von Hubers Amtszeit stand die Sanierung von St. Valentin an. „Das war ein Großprojekt, und die Finanzierung war nicht einfach“, erinnert er sich. „Wir wollten, dass die notwendigen Eigenmittel aus Spenden aufgebracht werden.“ Deshalb machten sich die Mitglieder der Kirchenverwaltung auf und baten die Gläubigen um Spenden. „Jeder hat ein bestimmtes Gebiet übernommen und Hausbesuche gemacht.“ Das sei ein beträchtlicher Aufwand gewesen, doch äußerst lohnenswert. „Das war ein schöner Erfolg, den wir bei der Wiedereröffnung der Kirche feiern konnten.“ Damals war Albert Kolbe Pfarrer in Percha. 2005 kam Pfarrer Piotr Wandachowicz an den Starnberger See. Für ihn renovierte die Kirchenverwaltung das Pfarrhaus und strukturierte die Büros neu. Das Fachwissen hatte Huber weniger aus seiner Arbeit als Geschäftsleitender Beamter, mehr durch den Bau und die Betreuung seines eigenen Hauses. „Dadurch hatte ich viel Erfahrung mit Haustechnik.“

Am Ende von Hubers Amtszeit – nun unter Pfarrer Albert Zott – stand ein Novum: Erstmals musste St. Christophorus wegen der Schneelast auf dem Dach geschlossen werden. Sein Nachfolger Thomas Fersch ist Schreiner. Er hat eine Formel parat, die das Gewicht des Schnees berechnet. Und viel Engagement für das neue Amt. Es ist nicht sein einziges: Fersch ist Feuerwehrvorstand und Fußballabteilungsleiter beim SC Percha. „Wenn es den Vereinsmeier nicht mehr gibt, stirbt ein Dorf. Und auch eine Kirche“, sagt er.

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