Laut und bunt: Auf die Genehmigung großer Feuerwerke hat die Stadt kaum Einfluss, auf kleinere schon. Hochzeiten oder Geburtstage sind nun aus Sicht der Stadt kein Anlass für eine Knallerei mehr. Foto: SVJ

Starnberg schränkt Feuerwerke ein

Starnberg - Weniger bunt und laut soll es in Starnberg zugehen - die Stadt will bei Feuerwerksanmeldungen künftig öfter ablehnen.

Bei Hochzeiten und Geburtstagsfeiern wird es künftig auf dem Gebiet der Stadt Starnberg keine Feuerwerke mehr geben. Allerdings ist die Stadt nicht für alle Feuerwerke zuständig.

Der Antrag von FDP-Stadtrat Anton Wiesböck ist teilweise auf fruchtbaren Boden gefallen. Der Hauptausschuss des Stadtrates entschied am Montagabend, dass die Stadt künftig keine Feuerwerke anlässlich von Hochzeiten und Geburtstagen mehr genehmigen wird. Ausnahmefall: Silvester, wenn sowieso jeder Feuerwerk abbrennen darf. Dagegen stimmten mit Blick auf historische Feste am See die Stadträte der CSU. Wiesböck hatte mit seinem Antrag alle Feuerwerke im Blick gehabt. Ihm ging es unter anderem um den Schutz von Natur und Tierwelt vor Verschmutzung und Lärm.

Bei der Prüfung durch das Rathaus stellte sich aber heraus, dass die Stadt nur auf eine der vier Kategorien von Feuerwerken Einfluss nehmen kann. Genehmigungsfrei sind Tischfeuerwerke, die in Räumen abgebrannt werden. Feuerwerke der Kategorie 2 (Silvesterfeuerwerk) sind bei Gemeinden anzeigepflichtig und können untersagt werden – Pöcking agiert beispielsweise konsequent so.

Feuerwerke, die nur von Personen mit Erlaubnis gekauft und verwendet werden dürfen oder deren Abbrennen beim Gewerbeaufsichtsamt angezeigt werden müssen, genehmigt ausschließlich die Regierung von Oberbayern – das gilt für die Profis. Einwendungen im Hinblick auf Natur-, Immissionsschutz oder ähnliches könnte dagegen nur das Landratsamt vorbringen – die Stadt wird am Verfahren jedoch beteiligt, habe aber wenig Einfluss, steht in der Beschlussvorlage zu lesen.

Der Hauptausschuss hatte sich bereits im Dezember dagegen ausgesprochen, die Starnberger Seepromenade für Feuerwerke zur Verfügung zu stellen.

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