Ja zum Funkmast ohne Mobilfunk

Starnberg - Der Bau des Funkmasten auf dem Alersberg ist genehmigt. Aber vorerst ohne die Option des Mobilfunks.

Die Regierung von Oberbayern hat den Mast genehmigt. Der Bescheid bezieht sich allerdings nur auf das digitale Funknetz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste - offiziell Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) genannt. Unklar ist noch, was aus der Mobilfunk-Komponente des Mastes wird, das am fehlenden Wegerecht zu scheitern droht.

„Die Regierung von Oberbayern hat dem Staatlichen Bauamt Weilheim als Antragsteller mit Bescheid vom 5. Oktober 2012 die bauaufsichtliche Zustimmung zur Errichtung eines Funkmastes für den Digitalfunk der BOS (nicht Mobilfunk) auf einem der Stadt Starnberg gehörenden Grundstück am Alersberg erteilt“, erklärte die Regierung von Oberbayern auf Anfrage. Die Erschließung sei gesichert, „weil der Stadt Starnberg an dem Zufahrtsweg ein im Grundbuch eingetragenes Geh- und Fahrtrecht zusteht, das sie auch an Dritte weitergeben durfte“. Ob dies auch für Mobilfunk gilt, beurteilte die Behörde nicht, weil sie dafür nicht zuständig ist.

Für die Klärung der Wegerechte zum Alersberg sei auch nicht die Telent als mit dem Aufbau des BOS-Netzes in Bayern beauftragte Fima zuständig, erklärte deren Projektleiter Wolfgang Krüger. Am Freitag sei der Bau freigegeben worden, die Arbeiten für den Mast waren schon im Vorfeld ausgeschrieben worden. Einen genauen Bautermin konnte Krüger noch nicht nennen, nur: „So schnell wie möglich.“ Bauform und Ausstattung entsprächen dem Kompromiss mit Stadt und Bürgerinitiativen. Das heißt: Der Mast wird für Mobilfunkanlagen vorbereitet und 55 Meter hoch.

Die Frage des Wegerechtes für den Mobilfunk ist weiter ungeklärt. Wie berichtet, hatte eine Grundstückseigentümerin, die Teile der Straße zum Alersberg ihr Eigen nennt, einem Wegerecht für den Mastbau nicht zugestimmt. Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger traf sich vor wenigen Tagen mit deren Anwalt. Er habe ihm, erklärte Stadtsprecher Karl Heinz Springer, die Bedeutung des Kompromisses für die Entlastung des Söckinger Ortszentrums von Mobilfunksendeanlagen dargelegt. Der Anwalt wollte sich mit seiner Mandantin beraten, ein Ergebnis lag gestern nicht vor. Vom Staatlichen Bauamt war gestern zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Damit ist der Kompromiss mit der Initiative Alersberg weiter in Gefahr. Alternativen zum Mobilfunk auf dem Alersberg wären zwei Standorte auf städtischem Grund südlich der Riedeselstraße. Von ihnen wären Wohngebiete zwischen Hanfelder Straße und Söcking stärker belastet als bei Sendern auf dem Alersberg.

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