Der neue Vorstand der Osteuropahilfe: Roderich von Pilar, Heidrun Opitz, Jakob Friedrich und Erhard Hoppe (v.l.). FOto: svj

Osteuropahilfe: Hoppe beerbt Dimbath

Aufkirchen - Die Osteuropahilfe hat sich neu aufgestellt. Erhard Hoppe hat das Erbe des Verstorbenen Gründers Richard Dimbath angetreten.

Die aktuelle Lage in der Ukraine ist in den Medien omnipräsent. Am schwersten treffen die Auseinandersetzungen die Bevölkerung - und somit ist der Verein Osteuropahilfe der Landkreise Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen wichtiger denn je. Die Mitglieder fanden sich zu ihrer Jahresversammlung in Aufkirchen zusammen und hatten auch den Vorstand neu zu wählen.

Gäste der Versammlung waren Anita Weininger und Serafima Gladkowa-Will aus der Ukraine. Sie sind das Bindeglied zwischen der Hilfe und den Bedürftigen. In jährlich zwei bis fünf Transporten werden die Hilfsgüter nach Brody und Lemberg in die West-Ukraine gefahren. Das geht nicht immer problemlos. „Im März wurde einem Hilfstransport durch eine plötzliche Einfuhrblockade der ukrainischen Behörde die Einfahrt verweigert“, blickte Erhard Hoppe auf das Jahr zurück. Die Ladung erreichte erst vier Wochen später ihr Ziel.

Der Verein ist mittlerweile 100 Mitglieder stark und hat einige ständige Aktivitäten wie das Straßenkinder-Projekt „Oberrih“, das Resozialisierungsprojekt für Strafentlassene sowie die Suppenküche installiert. Außerdem versorgt die Osteuropahilfe gut 110 Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren in einer Internatsschule für hörbehinderte Kinder unter anderem mit Hörgeräten. Dort haben die Ehrenamtlichen neuerdings auch eine Zahnarztpraxis etabliert.

In einem Sondertransport lieferte der Verein heuer Geld- und Sachspenden für die Flüchtlinge aus dem Osten des Landes, die im Westen Zuflucht suchten. Mehr oder weniger spontan ist die im Dezember geplante Lieferung eines gesponserten Notstromaggregats für ein Krankenhaus, das die Stromausfälle überbrücken soll.

Die Sponsoren hat der neu gewählte Vorstandsmitglied Friedrich Jacob gewonnen. Der Ingenieur war zweimal mit einer Delegation in der Ukraine und erkannte mit seinem technisch geschulten Auge den Bedarf. Heidrun Opitz vertritt fortan im Vorstand die Frauen. Manchmal brauche es eine Frau, um die im Land unterdrückten Frauen zu unterstützen. Opitz: „Ich möchte ihnen Mut machen und ihr Sprachrohr sein.“

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