CSU will John ausschließen

Starnberg - Der Starnberger CSU-Ortsverband hat ein Parteiausschlussverfahren gegen Rathauschefin Eva John eingeleitet. Grund sei, dass das Verhältnis seit der Bürgermeisterkandidatur gegen Jägerhuber schwer belastet sei.

Der Starnberger CSU-Ortsverband hat schon länger ein Problem. Das sind Mitglieder, die in einer weiteren politischen Gruppierung tätig sind und damit in Konkurrenz zur CSU stehen. Vorsitzender Stefan Frey hat nun im Namen des Ortsvorstandes gegen Bürgermeisterin Eva John (BMS) ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet. John will sich dazu nicht äußern.

„Die Entscheidung von Eva John, als CSU-Mitglied mit eigener Gruppierung und mit Unterstützung von WPS, BLS und FDP zur Wahl gegen das Kandidatenteam der CSU anzutreten, hat das Verhältnis zur CSU schwer belastet“, sagt Frey auf Anfrage. Auch habe sich John nicht zuvor innerhalb der CSU als Kandidatin beworben.

Da sie auch nicht auf die Bitte, ihre Mitgliedschaft in der Partei in gegenseitigem Einvernehmen zu beenden, reagiert habe, wolle der Ortsvorstand nun „den parteiinternen formalen Weg“ gehen. Zwar müsse der CSU-Kreisverband nicht zustimmen, er unterstütze das Vorgehen aber, so Frey.

John hatte - ohne ihr Parteibuch abzugeben - im November 2012 „wegen nicht mehr möglicher harmonischer Zusammenarbeit“ gemeinsam mit Josef Pfister die CSU-Fraktion verlassen, die Fraktion BMS gegründet und war im März 2014 für die BMS als Bürgermeisterkandidatin angetreten. Unterstützung erfuhr sie von WPS, BLS und FDP. In der Stichwahl gegen den CSU-Kandidaten Ludwig Jägerhuber erzielte sie 67,3 Prozent der Wählerstimmen.

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