Verkehrsentlastung

Pro Umfahrung: BI sammelt 1300 Unterschriften

Starnberg – Die Bürgerinitiative "Pro Umfahrung" hat eine eigene Stellungnahme zur Bewertung des B2-Tunnels abgegeben.

Unterstützt durch 1300 Unterschriften, die laut Georg Stahl, Sprecher der Bürgerinitiative Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel (BI) in nur wenigen Tagen gesammelt werden konnten, hat die BI eine eigene Stellungnahme zur Bewertung des B2-Tunnels im Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) abgegeben. Sie rückt die Belange der Stadt Starnberg in den Vordergrund.

Unterschriften ausschließlich von Starnbergern

Die BI hat sich von Professor Peter Kirchhoff, bis 2002 Ordinarius für Verkehrs- und Stadtplanung an der TU München, beraten lassen. Demnach sei der Bund in seiner Bewertung von falschen Voraussetzungen ausgegangen. In Teilen deckt sich diese Stellungnahme mit der, die der Stadtrat auf Vorschlag der WPS, dem politischen Arm der BI, nach Berlin geschickt hatte (wir berichteten). Auch die BI weist darauf hin, dass ein Tunnel erheblichen zusätzlichen Durchgangsverkehr nach Starnberg ziehen würde, so dass nur 4000 Fahrzeuge pro Tag in den Tunnel geführt werden könnten. Die Entlastung durch die im Bau befindliche Westumfahrung mache den Tunnel überflüssig. Noch mehr, wenn noch eine Nordostumfahrung angefügt würde, wie sie die BI seit langem wünscht.

Mit dem Tunnel werde es nie möglich sein, die Ortsdurchfahrt Starnbergs attraktiv umzugestalten, schreibt Stahl. Die Trennwirkung der Tunnelrampen, -portale und Zulaufstrecken zerstöre die Kleinstadt. Die nun gesammelten Unterschriften stammten ausschließlich von Starnbergern. Sie sind mit der BI der Ansicht, dass es nicht im Interesse der Stadt sein könne, Autofahrer, die bisher andere Wege nutzten, durch Starnberg zu führen. Im Übrigen seien die Kosten für Umfahrungsvarianten „wahrscheinlich weniger als die Hälfte“ der Baukosten des Tunnels.  

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