Die einst aufgetragenen Markierungen werden im Maxhof-Kreisel größtenteils wieder verschwinden.

Kreisel Maxhof wird einspurig

Pöcking - Der rund 1,7 Millionen Euro teure zweispurige Kreisverkehr Maxhof im Zuge der B2 zwischen Pöcking und Starnberg wird durchgehend auf eine Spur reduziert. Und zwar endgültig.

Darauf verständigten sich Staatliches Bauamt, Landratsamt und Polizei am Freitag ohne große Diskussionen, nachdem alle bisherigen Versuche zur Senkung der Unfallzahlen gescheitert waren. Rund die Hälfte der Spuren bleibt vermutlich auf Dauer ungenutzt.

41 Unfälle in 18 Monaten zwangen die Behörden zum Handeln. Problem vom ersten Tag an war der Umstand, dass zwei Spuren der B 2 in den Kreisel mit einem Durchmesser von 70 Metern hinein und auch hindurch führen, aber nur eine Richtung Pöcking und Starnberg hinaus. Durch Spurwechsel im Kreisverkehr kam es dann zu Unfällen. Vor einem Jahr wurden die Spuren neu angeordnet, was letztlich keinen durchschlagenden Erfolg brachte. Die Reduzierung auf generell nur eine Spur ist das letzte Mittel, die Unfallserie zu stoppen, weil den Behörden danach keine Optionen mehr bleiben.

Dass von der B 2 nur noch eine Spur in den Kreisel führen wird, ist nach Angaben von Kreissprecher Stefan Diebl sicher. Wie genau dies umgesetzt wird, muss noch entschieden werden. Unwahrscheinlich ist, dass die derzeit linke der beiden Spuren vor dem Kreisel genutzt wird. Wahrscheinlicher ist, dass sie komplett gesperrt wird und der Verkehr auf der rechten Spur auf den Kreisel geführt wird. Die heutige Markierung zweier Spuren im Kreisel wird entfernt. Geprüft werden muss laut Diebl, ob man die Kreisfahrbahn dann so lässt (also zweispurig) oder ob rund um die große Mittelinsel durch Sperrflächen die Fahrbahn auf eine Spur reduziert wird. Diese Variante gilt als favorisiert, doch wird erst nach einer Prüfung durch das Staatliche Bauamt entschieden. Voraussichtlich im März, wenn das Wetter es zulässt, werden die neuen Markierungen aufgebracht.

Die neue Verkehrsführung sei nicht als Übergangslösung angelegt, sagte Diebl. Der Kreisel Maxhof wurde seinerzeit auf Druck von Starnberg, Pöcking und dem Landkreis gebaut. Das Staatliche Bauamt hätte eine Brückenlösung vorgezogen, forderte auf Basis mehrerer Gutachten dann aber wegen der durch Starnberger Tunnel und Westumfahrung erwarteten Kfz-Zahlen gleich einen zweispurigen Kreisverkehr. Dass der für Jahre überdimensioniert war, stand vorher fest, da der Tunnel vorerst gar nicht gebaut und die Westumfahrung frühestens 2017 fertig wird.

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