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Verdiente Truppe: die Geehrten und Beförderten der Starnberger Wehr mit Bürgermeisterin.

Freiwillige Feuerwehr Starnberg

So viele Einsätze wie nie zuvor

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Starnberg - Die Zahl der Einsätze für die Starnberger Feuerwehr hat sich 2015 verdoppelt, die Zahl der Aktiven jedoch war nur mit Mühe zu halten. 

Das Jahr 2015 war für die Freiwillige Feuerwehr Starnberg anstrengend – und das in mehrfacher Hinsicht. Die Zahl der Einsätze hat sich verdoppelt, woran wieder einmal so genannte Flächenlagen schuld waren: die Orkane Felix und Niklas. Im vorigen Jahr hatte es die Wehr aber auch mit mehr großen Bränden als sonst zu tun. Sorgen bereitet die Personallage, und die Wohnungsfrage war wie fast jedes Jahr Thema bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend.

 487 Einsätze stehen im Bericht von Kommandant Christian Reichert, 243 mehr als im vorigen Jahr – ein neuer Rekord. „Die ureigenste Aufgabe der Feuerwehr, die Brandbekämpfung, hat auch im Jahr 2015 nichts von ihrer Bedeutung verloren“, sagte er. 115-mal wurde die Wehr wegen Bränden alarmiert, wobei 1457 Mann 1322 Stunden im Einsatz waren. Darunter waren Großbrände, nicht zuletzt der des Bootshauses des Münchner Yacht-Clubs, und Brände zu Zeiten, an denen andere feiern. An Heiligabend waren die Ehrenamtlichen fast gar nicht zu Hause – erst brannte ein Schuppen, dann ein Porsche auf der Autobahn. „Weihnachten stellt man sich normalerweise anders vor“, merkte Reichert an.

 58-mal musste die Wehr wegen Brandmeldeanlagen ausrücken. 103 Einsätze waren es allein am 31. März, als Orkan Niklas über Starnberg hinweg zog. 297 technische Hilfeleistungen verzeichnet der Bericht insgesamt (2256 Mann, 2034 Stunden). Zahlen, die beeindrucken. „Ohne die Feuerwehr könnte die Stadt nichts machen. Wir können uns auf Euch verlassen“, betonte Bürgermeisterin Eva John, die auch ihren Stellvertreter Dr. Klaus Rieskamp mitgebracht hatte. Starnberg habe eine großartige Feuerwehr, was sich auch an der Teilnahme an der Versammlung zeige – von 131 Mitgliedern waren 64 anwesend, von den 63 Aktiven 43. Die Einsatz- und Übungsstunden – in der Summe rund 6000 – machten Feuerwehrreferent Franz Heidinger fast sprachlos: „Was für eine Leistung!“, betonte er und bezeichnete die Wehr als „vorbildlichen Verein“. Den Dank der Kreisbrandinspektion überbrachte der neue Kreisbrandinspektor Helmut Schweickart. Der hat auch ein paar Probleme. Eine Reihe von Aktiven quittierte den Dienst. Bei einigen waren es Wegzüge aus beruflichen Gründen, bei einigen, weil es in der Stadt keine passenden Wohnungen gab. Feuerwehrleute brauchen Wohnraum in der Nähe des Gerätehauses, um schnell helfen zu können. Reichert hatte schon vor Jahren das Problem gegenüber der Politik klar formuliert, und Eva John betonte am Freitag: „Das Thema hat nicht an Bedeutung verloren.“ Demnächst werde das Einheimischenmodell im Süden der Stadt konkret, und rund 40 Prozent der Interessenten dort seien aus dem ehrenamtlichen Bereich. Sie deutete an, die Stadt könnte auch selbst im Wohnungsbau aktiv werden. Dank der von Franziska Hehenberger betreuten Jugend und Neuaufnahmen konnte die Wehr die Zahl ihrer Aktiven trotz der Austritte um sieben erhöhen. Vorsitzender Thomas Pleyer unternimmt auch viel, um den Ehrenamtlichen etwas zu bieten und Nachwuchs zu gewinnen. Bei der Versammlung musste ein neuer Mannschaftssprecher gewählt werden. Maximilian Maenner setzte sich dabei gegen Stefan Borrmann durch, der aber das ebenfalls vakante Amt eines Kassenprüfers übernahm.

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