Erfolgreiche Unternehmer: hinten Adrian Haug, Leonard Beigel, Tim Bongardt, Georg Kohler, Luca Candera, vorne Christine Schulz (Schulpatin), Leander Hölcher, Konstantin Keller, Daniele Zandt, Lawrence Müller, Alexandra Wimmer, Philip Grabner und Bernd Schlapka (Wirtschaftspate, v.l.). Foto: SVJ

Gymnasium Starnberg

Holzbox-Firma erfolgreich - und aufgelöst

Starnberg - Kapital verdoppelt, Firma aufgelöst: Starnberger Gymnasiasten haben ihre Holz-Musikbox gut verkauft und spenden nun den Erlös.

Wie gründe ich eine Aktiengesellschaft? Wie funktioniert sie – und wie löse ich sie wieder auf? Themen, die im P-Seminar Wirtschaft und Recht gelernt werden müssen. Damit das alles aber nicht zu theoretisch ist, hat Kristina Hogh, Leiterin der P-Seminaristen des Abiturjahrgangs am Starnberger Gymnasium, ihre Schüler zu Firmengründern gemacht. Das Unternehmen Woodbeats wurde nun aufgelöst.

Beim Sonnenbaden im Strandbad hatten die elf Schüler die zündende Idee. Sie nahmen sich vor, eine tragbare Musikbox zu entwickeln, zu produzieren, zu vermarkten und zu verkaufen – eine hübsche kleine Holzbox, die sie eben „Woodbeats“ nannten (wir berichteten). Design und Technik waren Teamarbeit, auch die Produktion, die Marketingstrategien, Finanzierung und Verkauf. Um das Ganze zu finanzieren, wurden eine fiktive Aktiengesellschaft gegründet und 65 Aktien à 10 Euro verkauft.

Die Schreinerei Ammerl baute die Gehäuse und berechnete nur die Materialkosten, die Jungs setzten das Innenleben der Boxen zusammen, fachgerecht mit ausreichend Dämmmaterial und einem Anschluss für MP3-Player und Smartphones. Der Verkauf der 30 handlichen Lautsprecher wurde im Internet beworben und lief bei einem Verkaufspreis von 90 Euro pro Box bestens. Die letzte Box wurde bei der zweiten und abschließenden Aktionärsversammlung im Musiksaal des Gymnasiums für 120 Euro versteigert, nachdem Tim Bongardt, der Vorsitzende der Aktiengesellschaft den Aktionären seinen Rechenschaftsbericht nach allen Regeln der Kunst abgeliefert hat. Danach beschloss die Versammlung, die Aktiengesellschaft „Woodbeats“ wieder aufzulösen.

Im professionellen Businesslook berichteten die Schüler von dem Erfolg des Unternehmens, mit dem sie einen Gewinn von 674 Euro erwirtschaftet haben. Mit dem Anfangskapital, das nicht an die Aktionäre zurückbezahlt wurde und einem zusätzlichen Spendenerlös ergab sich sogar ein Gewinn von 1325 Euro. Viel Geld, das nach einstimmigem Beschluss der Aktionäre in Starnberg bleiben sollte. 500 Euro bekommt nun das nächste P-Seminar Wirtschaft und Recht als Startkapital, 500 Euro kommen der Flüchtlingshilfe zugute und von dem Rest gönnt sich der Vorstand einen Kegelabend.

Fazit der Leiterin des Kurses: „Ein bombastischer Gewinn. Ich bin megastolz auf Euch!“  ak

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