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Freiwillige Feuerwehr

Einsatz, bis der Traktor kommt

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Landkreis Starnberg - Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Perchting haben einen guten Draht zu den Landwirten im Ort. Und das ist auch gut so. Denn immer wieder sind sie auf deren Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Denn das Einsatzfahrzeug der Perchtinger, bestens geeignet für Löscheinsätze im Ort, bleibt gern mal stecken, wenn es zur Brandbekämpfung in die umgebende Flur geht.

Dann bleibt den Kameraden nur der Anruf beim Landwirt, der ihnen einen Traktor leiht, damit sie ihr Einsatzfahrzeug aus dem Schlamm ziehen können. So berichteten es die Feuerwehrleute unlängst auf ihrer Jahreshauptversammlung.

Die Kameraden in Hanfeld indes warten auf ein neues Einsatzfahrzeug. Seit vielen Jahren tut ihr heutiges Löschfahrzeug seinen Dienst, langsam werden die Ersatzteile knapp. Und wenn man sowieso ein neues Auto anschafft, warum dann nicht gleich eines, das auch geländegängig ist? Diese Frage stellten sie auf ihrer Jahreshauptversammlung. So abwegig sei der Wunsch nicht, meint Kreisbrandrat Markus Reichart.

Zwar verfüge der Großteil der Einsatzfahrzeuge mittlerweile über Allradfahrgestelle, wirklich geländegängig seien aber nur die wenigsten Feuerwehrautos – die Bodenfreiheit sei das Problem. Der Landkreis verfüge über zwei Fahrzeuge, die ehedem für die Bundeswehr im Einsatz waren – einen Unimog, der als Zugfahrzeug in Machtlfing stationiert ist, und einen Fünftonner, der als Tanklöschfahrzeug in Oberpfaffenhofen steht. Im Notfall könnten diese Fahrzeuge mit ausrücken.

Am Ende müssten die Kameraden der jeweiligen Wehr ihre Anforderungen formulieren und mit der Gemeinde, die die Technik anschafft, absprechen. Das Problem sei, dass nur für normgerechte Einsatzfahrzeuge Fördermittel vom Freistaat fließen. „Die Kunst ist, ein geländegängiges Fahrzeug so aufzubauen, dass es den Normen entspricht“, so Reichart weiter.

Im konkreten Fall müssen sich die Hanfelder mit der Stadtverwaltung Starnberg zusammensetzen. Dort sieht man den Bedarf etwas anders: „Voll geländegängige Fahrzeuge kommen auf Grund der großen Abmessungen hauptsächlich bei Transport- und Logistikfahrzeugen des Katastrophenschutzes sowie des Technischen Hilfswerks zum Einsatz“, schreibt Lena Choi, Pressesprecherin der Stadt.

Die überwiegende Anzahl der Einsätze finde auf oder an befestigten Straßen sowie Wald- und Feldwegen statt. Diese könnten mit den Normfahrzeugen „problemlos befahren werden“. Dennoch gebe es Überlegungen zur Beschaffung eines speziellen Sonderfahrzeuges für Brandbekämpfung im unwegsamen Gelände. Dieses würde allerdings in eine Ergänzung bereits vorhandener Löschfahrzeuge darstellen. Für die Hanfelder indes ergebe sich ein „passendes Normfahrzeug zur Bewältigung der gesetzlichen Pflichtaufgaben“. 

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