Zwischenfall in London - Polizei evakuiert Bahnhof Oxford Circus

Zwischenfall in London - Polizei evakuiert Bahnhof Oxford Circus
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Mit einem Messer verletzte ein 36-jähriger Starnberger zwei Personen am Bein und im Gesicht. Jetzt muss er hinter Gitter.

Aus dem Gerichtssaal

Messerstecher muss ins Gefängnis

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Starnberg - Wegen gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht München II einen 36-jährigen Wirtschaftsjuristen zu vier Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Zu viel Bier gepaart mit einer gewissen noch funktionierenden Arroganz hatte den 36-jährigen Starnberger im Oktober vergangenen Jahres ausrasten lassen. Mit einem Messer war er gegen 18 Uhr an der Bushaltestelle an der Josef-Jägerhuber-Straße auf eine Trinkerrunde losgegangen (wir berichteten). 

Sven G. hatte sich provoziert gefühlt, war möglicherweise von den Männern geschlagen worden. Niemals aber hätte er sein Messer zücken dürfen. Er fügte seinem ersten Gegenüber einen längs über das Gesicht verlaufenden Schnitt zu, einem anderen Mann stach er ins Bein. Beide Verletzte bluteten erheblich und mussten in der Klinik behandelt werden. Einen wirklichen Anlass hatte es für die Tat nicht gegeben. 

Der 36-Jährige hatte sich nur nach dem nächsten Bus erkundigen wollen, die Trinkerrunde fühlte sich gestört und erklärte dem Angeklagten, er müsse bis zum Krankenhaus, um einen Bus zu erwischen. Sven G. aber wollte sich nicht helfen lassen, schon gar nicht von Betrunkenen – obwohl er an jenem Tag selbst reichlich getrunken hatte: Über zwei Promille stellte die Polizei später fest. 

Als die Männer ihm auch noch auf derbe Art zu verstehen gaben, dass er sich gefälligst entfernen sollte, passte das so gar nicht in sein Weltbild. Er zückte sein Messer, allerdings nicht heimlich, sondern er brauchte Zeit, um es aufzuklappen – von Heimtücke also keine Spur. 

Der psychiatrische Gutachter hielt den Angeklagten für voll schuldfähig. „Es gibt keine körperlich begründbare Erkrankung für eine psychische Störung“, sagte der Sachverständige und erklärte, dass für eine Therapie die Voraussetzungen fehlen würden. Der Angeklagte hatte über seinen Anwalt im Zuge eines Täter-Opfer-Ausgleichs 8000 Euro an den ersten und 2000 Euro an den zweiten Verletzten gezahlt.

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