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Zahlreiche Kameraden wurden am Freitag gefördert und geehrt: (v.l.) Kreisbrandmeister Florian Brabetz, der 1. Vorsitzende Martin Ammer, Christoph Schmid, Thomas Dosch jr., Matthias Lenz, Rudolf Gröger, der 2. Vorsitzende Manfred Vermehren, Nico Kuch, Kommandant Sven Vermehren und Feuerwehrreferent Franz Heidinger.

Freiwillige Feuerwehr Perchting

Junge, schlagkräftige Truppe

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Perchting - Als junge, dynamische und schlagkräftige Truppe präsentierte sich die Freiwillige Feuerwehr Perchting bei ihrer Jahreshauptversammlung. Bestehende Probleme werden gezielt angegangen und gelöst.

Nimmt man die Teilnehmerzahl bei der Jahreshauptversammlung als Indikator für eine erfolgreiche Feuerwehrarbeit, dann ist Perchting sehr erfolgreich. Kein einziger Platz im Stüberl des Feuerwehrgerätehauses war am Freitagabend mehr frei, wer zu spät kam, musste stehen.

 „Wenn alle Mitglieder gekommen wären, hätten wir ein echtes Platzproblem“, stellte denn auch folgerichtig der 1. Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Martin Ammer, in seiner Begrüßung fest. Es sei nach außen hin ein „eher ruhiges“ Jahr gewesen, intern aber habe sich viel getan, bilanzierte er in seinem Rechenschaftsbericht. Denn „Stillstand ist Rückschritt, unsere Gegner – Feuer und Unfälle – werden immer moderner“, meinte Ammer.

Deswegen habe man starken Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Kameraden gelegt. Denn die Autos und die Häuser, sie werden immer moderner – um da richtig helfen zu können, müssen die Feuerwehrleute die Schulbank drücken. Daher auch seine zufriedene Schlussfolgerung: „Perchting hat eine gut ausgebildete Feuerwehr, auf die man sich verlassen kann. Die Bewohner des Dorfes können ruhig schlafen.“ Das ist – natürlich – auch ein Verdienst des Kommandanten Sven Vermehren. 

Der listete in seinem Rechenschaftsbericht die Einsätze des vergangenen Jahres auf: Zu zwei Bränden wurden die Feuerwehrleute aus Perchting gerufen: einer in Hadorf, der andere in Perchting selbst, als eine Hochspannungsleitung auf einen Misthaufen gefallen war und der Feuer gefangen hatte. Dazu kamen zahlreiche Einsätze, bei denen die Kameraden bei schweren Unfällen gefordert waren. Hilfeleistungen wie die Beseitigung von Ölspuren, aber auch Absicherungen bei Veranstaltungen. Das summierte sich am Ende auf 21 Termine, an denen die Perchtinger ausrückten. 

„Die Zahlen steigen, das ist für eine kleine Feuerwehr wie Perchting schon viel“, sagte Sven Vermehren. Insgesamt leisteten die Kameraden aus dem kleinen Ortsteil von Starnberg die stolze Zahl von 3006 ehrenamtlichen Stunden im vergangenen Jahr – 1000 mehr als noch 2014. Da braucht es eine stabile, verlässliche Einsatzabteilung. Und über verfügt man in Perchting.

 28 Männer und vier Frauen sind seit Jahren in der Einsatzabteilung aktiv, das Durchschnittsalter der Kameraden liegt bei gerade einmal 33 Jahren. Dennoch unternimmt der Feuerwehrverein erhebliche Anstrengungen, um die Jugend rechtzeitig für den Dienst bei der Feuerwehr zu begeistern, wie Jugendwart Robert Müller berichtete. „Wir hatten zwei Buben, die sich für die Feuerwehr interessierten. Die hätten wir eigentlich wegschicken müssen, weil sie noch nicht zwölf Jahre alt sind. Doch wir konkurrieren mit den anderen Vereinen“, sagte er.

Dieses Jahr werden die Buben zwölf und sind dann richtige Mitglieder der Jugendwehr. Ein Flyer soll entworfen und an die Jugendlichen im Ort verschickt werden, um sie zu einem Jugendtag in diesem Jahr herzlich einzuladen.

Ehrungen, Auszeichnungen und Personalien

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Kameraden in Perchting befördert und geehrt. In den Rang eines Feuerwehrmannes erhoben wurden Thomas Dosch jr., Nico Kuch, Matthias Lenz, Martin Mair und Christoph Schmid. Befördert zum Oberfeuerwehrmann wurde Rudolf Gröger. Er wurde auch für zehn Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr ausgezeichnet. Seit zwei Jahrzehnten im Einsatz ist der 2. Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Manfred Vermehren. Auch er wurde geehrt. Während der Versammlung wurde bekannt gegeben, dass Sebastian Mair seit November das Amt des 2. Kommandanten inne hat. Mair war zuvor als Kassier des Vereins tätig gewesen. Dieses Amt übernimmt nun kommissarisch Christoph Schmied. Da die Amtsperiode des Vorstands nur noch ein Jahr andauert, soll er aber nicht extra noch notariell eingetragen werden. Er führt die Bücher, zeichnen wird aber bis Ende der Wahlperiode Sebastian Mair.

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