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Kein Zugang zur Empore: Der Pfarrsaal ist weiter gesperrt, so Kirchenpfleger Dr. Richard Leopold. Veranstaltungen sind nur mit Ausnahmegenehmigung möglich.

Brandschutz

Pfarrzentrum: Das Gutachten liegt vor

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Starnberg - In Sachen Brandschutz hat die Kirchengemeinde Starnberg einen weiteren Schritt erledigt. Das entsprechende Gutachten liegt jetzt vor, nun kann es an die Ausschreibung der entsprechenden Arbeiten gehen.

Was lange währt, wird gut. Dr. Richard Leopold, Kirchenpfleger in Starnberg, hat mittlerweile das Brandschutzgutachten für das Pfarrzentrum auf dem Tisch liegen. Endlich. Denn nun können die nötigen Arbeiten – und das sind viele – ausgeschrieben werden. Liegt das Ergebnis der Ausschreibung vor, dann kann Leopold endlich daran gehen, die Finanzierung sicherzustellen. 

Bei einer Kontrolle des Landratsamtes waren an dem gut 30 Jahre alten Gebäude gravierende Brandschutzmängel festgestellt worden, seitdem ist das Pfarrzentrum für öffentliche Veranstaltungen gesperrt. Für einige Aufführungen – zuletzt die Auftritte der Jugend-Kolpingbühne – können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden (wir berichteten). Dann muss aber eine Vielzahl an verschiedenen Auflagen erfüllt werden und die maximale Besucherzahl liegt bei gerade mal 156 Zuschauern. 

Bambusdecke muss entfernt werden

Damit der beliebte Saal demnächst wieder vollumfänglich genutzt werden kann, bedarf es einer Vielzahl von Umbauarbeiten. Und laut dem Brandschutzgutachten sind noch mehr dazugekommen. So muss die Bambusdecke entfernt werden, weil sie schnell entflammbar ist, berichtet Leopold. Weil die Lampen direkt unter der schönen Holzdecke zuviel Hitze produzierten, werden sie komplett von der Elektrik getrennt, sollen künftig nur noch als schmückendes Element hängen bleiben. Die elektrische Hauptverteilungsanlage muss brandschutztechnisch abgeschottet werden, Feuer- und Rauchmelder sind zu installieren und zwei Nottreppen vorn und hinten am Gebäude werden angebaut. Dazu kommen noch Brandschutzklappen für die Entlüftungsanlage und Rauchabzüge im Dachbereich, berichtet der Kirchenpfleger weiter.

Ausschreibung erbringt genaue Kosten

Wieviel das genau kosten wird, ist noch unklar. Im Februar hatte Leopold die zu erwartenden Kosten auf rund 200 000 Euro geschätzt. Einen Teil davon wird das Bistum Augsburg beisteuern, auch auf einen Zuschuss der Stadt Starnberg hoffen die Mitglieder der Kirchengemeinde. Aber ein erheblicher Teil der Kosten wird auch über Spenden finanziert werden müssen. Deren Einwerbung soll intensiv angegangen werden, wenn Leopold genau weiß, wieviel Geld nötig ist, um den Pfarrsaal auf den brandschutztechnisch aktuellen Stand zu bringen. Zumindest ist die weitere Zeitschiene mittlerweile klar. Die Ausschreibung soll im Juni erfolgen, danach muss die Finanzierung geklärt werden – Leopold rechnet damit, dass im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden kann. „Einige Arbeiten lassen sich schnell erledigen, ansonsten müssen wir für geplante Veranstaltungen halt noch einmal eine Ausnahmegenehmigung beantragen“, sagt er.

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