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Vier Wochen Bauarbeiten: Pendler der Linie S6 müssen sich auf massive Verkehrseinschränkungen einstellen.

Bahnverkehr

Vier Wochen Ausnahmezustand

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Landkreis - Die Bahn baut. Zwischen Westkreuz und Gauting werden zwischen 29. April und 30. Mai Gleise und Weichen erneuert - mit heftigen Folgen für Pendler und Anwohner.

Am kommenden Freitag, 23 Uhr, geht’s los. Die Bahn erneuert Gleise und Weichen im Streckenabschnitt Gauting-Westkreuz. „Wir sind bemüht, unseren Fahrgästen möglichst wenige Einschränkungen zuzumuten“, erzählt Bernd Honerkamp. Er muss das sagen, er ist Sprecher bei der Bahn. 

Von kommendem Freitag bis 30. Mai müssen sich Pendler und Ausflügler mit „sich fast täglich ändernden Fahrplänen abfinden“, erklärt Michael Feuser. Der Teamleiter Baustellenkommunikation der Münchner S-Bahn hatte die Änderungen im Verkehr wegen der Instandhaltungsmaßnahmen mit Schulen, Gemeinden und Landratsämtern im Vorfeld abgeklärt. Jeder Betroffene wisse Bescheid. Dabei wird schon sehr viel länger an diesem Projekt gearbeitet, bei dem eine weltweit einzigartige, mehrere Millionen Euro teure Maschine – die RU 800 des österreichischen Unternehmens Plasser & Theurer – im Einsatz sein wird. „Bereits vor drei Jahren haben wir begonnen, die Baustelle sowie die Sperrphasen zu planen“, so DB-Netz-Projektleiter Wolfgang Höß. 

Insgesamt erneuert die Bahn 16 Kilometer Schienen und rund 33 500 Tonnen Schotter. Rund 40 Arbeiter werden damit Tag und Nacht beschäftigt sein. Gesamtvolumen: 4,8 Millionen Euro. Zwischen Gauting und Westkreuz gibt es je zwei Betriebsgleise für die S-Bahn und Regionalzüge. Während der Bauphase werden zwei davon gesperrt sein. Daher muss der Zugverkehr ausgedünnt werden. Die S-Bahnen fahren zwischen Pasing und Tutzing in der Regel alle 40 statt üblicherweise alle 20 Minuten. In so genannten Randlagen nach 23 Uhr gibt es an einigen Tagen bzw. Nächten Vollsperrungen. So fahren zum Beispiel in der Pfingstferienzeit vom 22. bis 30. Mai zwischen 1 Uhr nachts und 5 Uhr morgens überhaupt keine S-Bahnen. Für Nachtschwärmer wird Schienenersatzverkehr (SEV) in Form von Bussen zur Verfügung gestellt. Auch Schüler entlang der Linie S6 werden in dieser Zeit auf Busse angewiesen sein. 

In den nächsten Jahren folgen weitere Streckenabschnitte

In der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag wird es ab 23 Uhr ebenfalls überhaupt keinen S-Bahn-Verkehr geben. „Dadurch, dass dieses Projekt in mehrere Abschnitte unterteilt ist, gibt es keinen allgemein gültigen Ersatzfahrplan, sondern gleich mehrere“, erläutert Honerkamp die Problematik. Er empfiehlt Fahrgästen, sich vorab im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten oder über die neue Streckenagent-App zu informieren. Außerdem wird es zusätzlich eine Hotline geben, (0 89) 20 35 50 00. 

Regelmäßige SEV-Busse zwischen den 40-Minuten-Takten habe die Bahn geprüft. Weil diese aber eine fast dreimal so lange Fahrzeit haben wie die S-Bahnen würden sie erfahrungsgemäß nicht angenommen. Während der Arbeiten, die sich in fünf Phasen und sieben Baustellen unterteilt, wird es entlang der Linie auch Lärmbelästigungen geben. Honerkamp: „Das liegt vor allem daran, dass manche Züge fahren und andere nicht“. Daher müsse es ein Warnsignal geben.

Alles in allem dürfte es eine Art Probedurchgang werden, denn in den kommenden Jahren sind dann die Strecken Starnberg-Tutzing (2019) und Gauting-Starnberg (2020) an der Reihe.

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