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So stellt sich die Initiative „Schöner zum See“ einen Zugang zum Wahrzeichen von Starnberg vor, für das man sich nicht schämen müsste.

Schöner zum See

Hoffnung auf Zuschüsse vom Freistaat

Starnberg – Was einigen Stadträten im Projektausschuss Bahnhof See schwer fiel, ist für die Mitglieder des Vereins „Schöner zum See“ (SzS) kein Problem. Nämlich, sich von der Seeanbindung bisheriger Form zu verabschieden.

Bei ihrer Mitgliederversammlung bestätigten sie ihren alten Vorstand im Amt und sprachen sich für eine schnell realisierbare und vergleichsweise bezahlbare Variante aus. Den Kompakt-Tunnel von Lutz J. Janssen sehen sie eher als Langfristprojekt. Haben im Ausschuss am Dienstag acht von 13 Räten dem Stadtrat empfohlen, festzustellen, dass die Finanzierung der inzwischen auf 110,3 Millionen Euro ermittelten Gesamtkosten der Seeanbindung nicht sicher gestellt ist, so hatte SzS schon seit Jahren behauptet, diese würden über 100 Millionen Euro liegen. „Der ehemalige Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger hat uns dafür als Spinner abgetan“, erinnerte der alte und neue SzS-Vorsitzende Maximilian Ardelt.

„Erschütternd“ sei es für ihn, dass eine Reihe von Stadträten trotzdem der Meinung seien, man kriege das schon irgendwie hin. Dabei könne mit der Fertigstellung eines solchen Projektes nicht vor 2028 gerechnet werden. „Dann haben wir die Zustände am Bahnhof See noch weitere zwölf Jahre“, so der SzS-Chef. Aus Gesprächen mit Bahnvertretern und Berichten über die aktuellen Entwicklungen schöpften er und sein Stellvertreter Dr. Günther Krawitz dagegen die Hoffnung, dass derzeit die Zeichen gut ständen, sich mit der Bahn einvernehmlich über die Beendigung des 1987 zwischen der Stadt und dem Unternehmen geschlossenen Vertrages zu einigen.

SzS schwebt dabei der schon im Wahlkampf 2014 und 2015 von den Allianzparteien propagierte Vorschlag „Erneuern und Bewahren“ vor. Dabei müsste die Stadt das Bahnhofsumfeld verbessern, das denkmalgeschützte Gebäude sanieren, die Bahn ihre Betriebsanlagen selbst barrierefrei umbauen.

Folgende veränderte Situationen stimmt hoffnungsfroh: Der Freistaat lege ein Investitionsprogramm zur Förderung der Barrierefreiheit auf, ebenso ein Programm der Städtebauförderung zur Konversion ehemaliger Bahngrundstücke. Die Bahn und die Stadt könnten also Zuschüsse erhalten, wenn sie schnell tätig würden. Im Übrigen stehe fest, dass die maroden Bahnsteige am See nicht mehr verkehrssicher seien. „Schon wegen dem Haftungsrisiko ist die Bahn gezwungen, schnell etwas zu tun“, so Ardelt. Der Vertrag zwischen Stadt und Bahn aus 1987 lasse sich wegen der festgestellten nicht zu bezahlenden Investition nicht erfüllen. Ardelt ist überzeugt, dass Gespräche Erfolg haben.  irl

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