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Symbolbild

Schulbus

Warum hielt der Bus nicht an?

Starnberg/Söcking – Die Umstellung der Schulbusse von den westlich Starnbergs gelegenen Ortsteilen zu den Schulen hat zwar recht gut funktioniert, ein Ereignis diese Woche versetzte jedoch einige Eltern in Aufruhr.

„Der MVV-Busfahrer ist einfach an unseren Erstklässlern vorbeigefahren“, sagt Alexandra Zeitler, deren Tochter unter den vier Kindern war, die am Montag nicht mit dem Bus nach Hause gekommen sind. „Die Schulwegbegleitung meinte nur, der Busfahrer habe ein Zeichen gegeben, dass er weiterfahren müsse“, sagt die Mutter. Vermutlich war es ein Missverständnis.

Nachdem die Schulbusse von der Stadt abgeschafft wurden und nun Linienbusse die Grundschüler mitnehmen, habe eine Freundin ihrer Tochter ein Handy. Auch, weil es in jüngerer Zeit öfter zu Verspätungen gekommen sei. „Die Schulwegbegleitung hat dann deren Mutter angerufen. Sie hat unsere Kinder mit dem Auto abgeholt“, sagt Zeitler aufgebracht.

Seit heuer gibt es keine Schulbusse mehr. Die Umstellung ist reibungslos verlaufen, das musste sogar die Elterninitiative Starnberg Pro Schulbus zugeben (wir berichteten). Bis zu den Faschingsferien wurden die Kinder von Helfern begleitet. Damit sie sich auch an die veränderten Schulwege und Haltestellen gewöhnen können, werden bis heute Schulwegbegleiter eingesetzt, die die Kinder auf dem Weg zum Bus begleiten. Die Situation an der Haltestelle Söcking-Mitte ist allerdings sehr umständlich gelöst.

Die Kinder warten dort nicht an der Haltestelle. Sie ist nah an der Straße und es gibt zu wenig Platz für die Kinder, die stattdessen auf der anderen Straßenseite warten. „Wenn der Bus kommt, drücken die Kleinen erst auf den Knopf an der Ampel, warten bis es grün wird, und gehen dann rüber“, erklärt Alexandra Zeitler. Am Montag standen die Kinder mit der Schulwegbegleitung noch an der Ampel, als der Bus um 11.47 Uhr auf der anderen Straßenseite hielt. Die Schulwegbegleitung versuchte zwar winkend auf sich aufmerksam zu machen, doch der Bus fuhr weiter. „Die Begleitung hat sofort das Landratsamt über die Situation informiert mit der Bitte, dass umgehend mit dem Busfahrer gesprochen wird“, heißt es auf Anfrage von der Stadt Starnberg. Vermutlich sei ein Busfahrer eingesetzt worden, der nicht ausreichend über die Gegebenheiten informiert sei. So sieht es auch das Landratsamt, das dem Fall nachgegangen ist.

Die Stadtverwaltung prüft gerade, ob die Haltestelle auf das an die Straße grenzende Privatgrundstück versetzt werden könnte, damit die Kinder in Zukunft auf der richtigen Seite auf den Bus warten können. Außerdem plane die Stadt, ältere Schüler als „Tutoren“ zu beauftragen, die den Jüngeren auf dem Schulweg zusätzlich zur Seite stehen sollen.

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