Starnberger CSU: Drei Weitere sollen gehen

Starnberg – Nun wird auch gegen Dr. Klaus Huber, Josef Pfister und Prof. Günther Picker ein Parteiausschlussverfahren in Gang gesetzt. Das hat der CSU-Ortsvorstand mit Stefan Frey an der Spitze am Freitagabend entschieden.

Neben dem Ausschlussverfahren wurden alle Drei von der Ausübung ihrer Rechte als CSU-Mitglieder ausgeschlossen. Das richtet sich insbesondere gegen Huber, der Chef der örtlichen Seniorenunion (SEN), einer Arbeitsgemeinschaft der Christsozialen, ist. Erst vor zwei Wochen war Bürgermeisterin Eva John aus der Partei geworfen worden.

Die drei Betroffenen erklärten auf Anfrage, das Ausschlussverfahren auf sich zukommen lassen zu wollen. Huber, WPS-Kandidat für die kommende Stadtratswahl, wollte sich nicht weiter äußern. „Ich will kein Öl ins Feuer gießen“, sagte er.

Pfister, Vorsitzender des BMS, sprach von „einem Trauerspiel, das der CSU nicht würdig sei“. Die Partei versuche verzweifelt, Schuldige für den ständigen Mitgliederschwund zu finden. Mit Blick auf weitere gleichgelagerte Fälle meinte Pfister: „Man wird Herrn Frey an seiner Konsequenz messen.“

Picker ist seit Jahren Chef der Wählergemeinschaft Pro Starnberg. „Die WPS versteht sich als Interessensvertretung der Starnberger Bürger. In der Abwägung habe ich mich zu deren Gunsten entschieden.“ Ihm komme die Starnberger CSU wie ein abstürzendes Flugzeug vor, das man zu stabilisieren versuche, indem man die Passagiere rauswerfe. „Hier fliegen nicht ausgebildete Piloten“, so Picker.

Der Antrag auf Parteiausschluss wird laut Frey vom CSU-Kreisverband unterstützt. „Man kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen“, warnt er. Das sei aber wohl das Demokratieverständnis bei einigen Mitgliedern „von WPS, BMS und ihres Unterbaus, der Bürgerinitiative Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel“. Schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit und Transparenz müssten CSU-Mitglieder, die an führender Stelle in freien Wählergruppen gegen die Christsozialen arbeiten, freiwillig austreten oder ausgeschlossen werden. „Dieser Unsitte hat die CSU Starnberg schon viel zu lange zugeschaut“, heißt es in Freys Pressemitteilung.

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