Entscheidung aus Berlin naht

Starnberg - Ist das Gewerbegebiet Schorn nun auf der Zielgeraden? Bürgermeisterin Eva John war zu Gesprächen über den den Autobahnanschluss in Berlin - und hat ein gutes Gefühl.

Die Entscheidung über einen Halbanschluss an die Autobahn A 95 und damit über das gesamte Gewerbegebiet Schorn wird in wenigen Wochen fallen. Davon geht Bürgermeisterin Eva John nach Gesprächen im Bundesverkehrsministerium in Berlin aus. Die Rathauschefin hat von den Signalen aus dem Dobrindt-Ministerium „einen sehr positiven Eindruck“.

Vorige Woche hatte sich Eva John in der Hauptstadt mit Staatssekretär Rainer Bomba getroffen, um über den Antrag der Stadt auf einen Halbanschluss in Schorn zu verhandeln. Der Termin war schon seit längerer Zeit vereinbart. Sie habe den Antrag der Stadt und die Gründe dafür nochmals in einer „angenehmen und freundlichen Atmosphäre“ dargelegt, sagte die Bürgermeisterin auf Anfrage. Ergebnis: Der Antrag werde im Ministerium derzeit noch geprüft, was vermutlich einige Wochen dauern wird. Das Anliegen der Stadt sei in Berlin in guten Händen, meint Eva John und ist sehr optimistisch, dass der Antrag auch genehmigt wird.

Das wäre tatsächlich der Durchbruch, auf den viele in der Stadt seit Jahren warten. Das Gewerbegebiet Schorn ist in den vergangenen sechs Jahren kaum über die Idee hinausgekommen, da das Verkehrsproblem nicht gelöst werden konnte. Die Gemeinde Schäftlarn hatte aus Furcht vor mehr Verkehr in ihren Orten eine Erschließung über die so genannte Milchstraße zwischen Schorn und der Autobahnanschlussstelle Schäftlarn rundheraus abgelehnt. Die auf zwei Flächen geplante Erweiterung des bestehenden, heute recht kleinen Gewerbegebiets um mehr als 40 Hektar wird als wichtiger Teil der Wirtschaftsentwicklung im Landkreis angesehen, weswegen sich jüngst auch Landrat Karl Roth und die Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig dafür eingesetzt hatten (wir berichteten). Der Bund, vor allem die Autobahndirektion, hatten über Jahre einen Anschluss abgelehnt. Sollte das Verkehrsministerium den Halbanschluss doch ablehnen, wäre das gesamte Projekt vermutlich nicht mehr umsetzbar. 

Rubriklistenbild: © ike

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