Stolz präsentierten die Schüler des P-Seminars vom Gymnasium in Starnberg ihre Ergebnisse. Im Bild v.l.: Karma Mörl, Museumsleiterin Sibylle Küttner, Nikolaus Petereid, Anna König, Laura Grewe, Veronika Brandner, Valentin Sattler, Valeska van Rüth, Alicia Looß, Erste Bürgermeisterin Eva John.

Audioguides

Aus den Archiven direkt ins Ohr

Starnberg - Die Schüler des P-Seminars vom Gymnasium Starnberg atmen auf – ihr Projekt „Audioguide im Museum Starnberger See“ ist nach monatelanger Arbeit endlich fertig.

Für die zehn Schüler aus der damaligen Q11 begann das Projekt bereits im September vergangenen Jahres. Unter Leitung von Lehrerin Karma Mörl wurde bis Januar ein Konzept entworfen, die einzelnen Aufgabenbereiche klar verteilt und zusammen mit dem Museum erste Recherchen gestartet.

Dafür ging es in verschiedene Bibliotheken, unter anderem die Staatsbibliothek in München oder die alte Pinakothek. Auch aus Museum und Internet wurden sämtliche Informationen gesammelt. „Von Februar bis Juli wurden dann erste Texte entworfen, die später gesprochen werden sollten“, sagt Laura Grewe in der Präsentation des Audioguides, für die sie und Mitschülerin Valeska van Rüth zuständig waren.

Die Texte für die Aufnahmen wurden von Museumsleiterin Sibylle Küttner überprüft. „Ich hab natürlich geguckt, ob die Fakten stimmen und auch den ein oder anderen Vorschlag für eine Formulierung gegeben“, sagt die Museumsleiterin. Bevor es dann an die Aufnahmen ging, nahmen alle Schüler des Seminars an einem Sprach- und Sprechcoaching teil, der vom Bayerischen Rundfunk geleitet wurde. Bis in den Herbst hinein wurden verschiedene Versionen aufgenommen, ausgewählt und Hintergrundgeräusche gewählt.

„Wir hatten dabei die Idee, dass wir eine Reporterin als Leitfigur verwenden, um trotz der einzelnen Audiodateien einen roten Faden zu haben“, erklärt Alicia Looß. Sie habe dabei die Rolle der Reporterin übernommen. Als alle Texte aufgenommen waren, kümmerte sich Valentin Sattler um das Schneiden und Synchronisieren der Sprachaufnahmen. Außerdem wurden noch einzelne Nachkorrekturen vorgenommen. Im Herbst ging es auch um das Suchen von Sponsoren, was zur Aufgabe von Kim Bauer wurde. „Ich habe bei sämtlichen Unternehmen angefragt, aber viele hatten abgesagt“, berichtet die Schülerin. Letztendlich finanzierten das Museum, die Sparkasse, das Kino Breitwand und die Freunde des Gymnasiums Starnberg das Projekt.

Für die Werbemaßnahmen waren Nikolaus Petereid und Anastasiia Usacheva zuständig. Während sich Nikolaus um das Design eines Handzettels kümmerte – auf dem nun seine eigene Zeichnung zu sehen ist –, arbeitete Anastasiia an einem Videoclip, der auch im Kino Breitwand ausgestrahlt wird.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt zwölf Audioguides mit Kopfhörern für 24 Personen sind nun einsatzbereit und können insgesamt 53 Minuten Audioaufnahmen abspielen. Im Museum sind 23 Bereiche mit Nummern markiert, an denen jeweils eine Aufnahme abgespielt werden kann. Die Themen beinhalten das Museum, die Industrialisierung, Tourismus, die Könige am See, Schifffahrten, berühmte Personen und Objekte sowie Traditionen und Lebensweisen.

„Es ist toll, am Ende ein so gelungenes Ergebnis zu haben“, sagt Schülerin Anna König. Auch Veronika Brandner ist stolz auf die Leistung: „Wir hatten ein Ziel, dass wir mit viel Aufwand gemeinsam gemeistert haben und nun präsentieren können.“

Marie Makowka

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