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Starnberger Polizeibeamte, die mit dem großen Boot am Donnerstagnachmittag auf dem See auf Streife waren, halfen einer Bootsbesatzung.

Auf dem Starnberger See

Polizei rettet Segler - andere schauen nur zu

Berg - Beamte der Starnberger Wasserschutzpolizei und Helfer der Wasserwacht haben am Donnerstagnachmittag eine in Seenot geratene Bootsbesatzung gerettet. Für Ärger sorgten andere.

Die Wasserschutzpolizisten der Polizeiinspektion Starnberg haben zwei Segler aus akuter Seenot geholfen. Am Fronleichnamstag  war den Beamten bei einer Streifenfahrt über den Starnberger See gegen 15.30 Uhr ein gekentertes Segelboot auf Höhe der Votivkapelle in Berg in einer Entfernung von etwa 30 Meter zum Seeufer aufgefallen. Während der Steuermann (54) der auf der Seite liegenden Jolle bemüht war, diese wieder aufzurichten, trieb ein 61-jähriger Münchner in einiger Entfernung im Wasser. Der Mann trug eine Schwimmweste, war jedoch entkräftet und nicht mehr in der Lage, zur Segeljolle zurückzuschwimmen, teilte die Inspektion am Freitag mit. Böen der Stärke sechs bis sieben erschwerten die Rettung und hatten auch zum Kentnern der Jolle geführt.

Die Beamten versorgten den Mann vom Deck ihres 14 Meter langen Bootes WSP 1 aus mit weiteren Rettungsmitteln und Auftriebshilfen und sicherten ihn so ab, während der aus dem westlichen Landkreis München stammende Bootsführer die Jolle wieder aufrichten konnte. Den 61-Jährigen sofort an Bord zu nehmen, sei nicht möglich gewesen - der Mann war zu schwach, der Wellengang zu hoch und das Polizeiboot dafür zu hoch. Die alarmierte Wasserwacht traf unmittelbar darauf ein und nahm den 61-jährigen mit ihrem kleineren Rettungsboot auf. Die Segeljolle wurde im Anschluss in den nächsten Hafen geschleppt. Verletzt wurde dank der sofortigen Reaktion der Rettungskräfte niemand.

Verärgert zeigten sich die Beamten der Wasserschutzpolizei über die Besatzung eines kleineren Motorbootes, das in geringer Entfernung zur Unglücksstelle vor Anker lag, erklärte Inspektionsvize Sebastian Pinta. Die vier Männer an Bord hätten die Notlage der Segeljolle und ihrer Besatzung zwar von der Ferne beobachtet, machten aber keine Anstalten, zu Hilfe zu kommen. Vor Abschluss der Rettungsbemühungen habe sich das Boot unerkannt entfernt.

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