Stadträte streichen Undosa-Liste zusammen

Starnberg - Die Stadträte wollen am See weniger laute Feste. Eine Liste von Veranstaltungen im Bereich Undosa strich der Hauptausschuss auf drei zusammen.

Weniger Feste am Undosa: Scharfe Kritik von Bürgern und Anwohnern der südlichen Seepromenade hat im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates am Montagabend dazu geführt, dass von den vom Pächter beantragten zehn Sonderveranstaltungen nur drei genehmigt wurden. Hintergrund sind Beschwerden wegen Lärm, zum Beispiel bei Ü 30-Partys. Die fallen aber unters Gaststättenrecht und sind keine Sonderveranstaltungen.

Vor der Sitzung war den Stadträten die E-Mail einer Anwohnerin der Possenhofener Straße zugegangen, in der sie die Verhältnisse im Sommer schilderte. Die Musik im Außenbereich beginne täglich um 9.30 Uhr und ende nicht vor 22 Uhr. Die Bürgerin könne sich mit drei Sonderveranstaltungen anfreunden, nicht aber mit mehr. Diese sollen künftig, so der Beschluss des Ausschusses, nicht wie bisher um 4 Uhr sondern wie in der Innenstadt bereits um 24 Uhr im Außenbereich enden. Die WPS plädiere deshalb nur noch für drei Sonderveranstaltungen, sagte Markus Mooser. Sein Antrag wurde gegen die Stimmen von CSU, Grünen, UWG und SPD mit 8:5 Stimmen beschlossen. Gegen das frühere Ende hat nur Winfried Wobbe (UWG) gestimmt.

Einstimmig war der Ausschuss dafür, das Landratsamt eindringlich zu bitten, im Rahmen der Gaststättenerlaubnis auf Einhaltung der Lärmschutzvorschriften zu drängen. Dies sei Sache der Kreisbehörde. Die Zahl der Undosa-Veranstaltungen musste reduziert werden, weil nach dem Stand der Rechtsprechung laut Ordnungsamt auf der südlichen Seepromenade pro Jahr insgesamt nur zehn solcher Veranstaltungen – mindestens 1000 Besuchern und Programm über 22 Uhr hinaus – genehmigt werden sollten.

Michael Mignolis (BMS) Vorschlag zu Beginn der Diskussion: fünf Sonderveranstaltungen. Dem wollte auch Martina Neubauer (Grüne) folgen. Anton Wiesböck (FDP) empfahl dem Pächter „öfter mal eine Flüsterparty zu machen“. Ludwig Jägerhuber (CSU) hätte auch zehn Veranstaltungen genehmigt, wenn im Gegenzug Lärmschutzkonzepte immer eingehalten würden.

Es gibt aber noch andere Veranstaltungen. So wird es am See einen Wettbewerb im Rahmen der Deutschen Segel Bundesliga im Münchner Yachtclub und ein Afrika-Karibik Kultur-Festival der Kenya Coast Cooperative Deutschland e.V. geben und in der Innenstadt einen „Street Foot Markt“ der Walhalla Events & Concerts GmbH. Die ersten beiden hatten im Vorjahr in Tutzing und Gauting stattgefunden – mit großem Anklang. 

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