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Zählen, zählen, zählen: In Starnberg bleibt das Rathaus am kommenden Donnerstag geschlossen, weil fünf Stimmbezirke der Stadtratswahl neu ausgezählt bzw. genau überprüft werden müssen.

Nachwehen der Kommunalwahl in Starnberg

Stadtratswahl: Auf der Suche nach den Stimmen

Starnberg - Frühestens Ende der Woche wird in Starnberg ein Endergebnis der Stadtratswahl erwartet - vielleicht dauert es aber noch länger. Fünf Stimmbezirke müssen genauer geprüft werden, weswegen das Rathaus einen Tag schließt.

"Die Auszählung erfolgt am Donnerstag, 27. März, ab 9 Uhr. Da hierzu nahezu alle Mitarbeiter des Rathauses benötigt werden, muss das Rathaus an diesem Tag leider geschlossen bleiben." Diese Zeilen aus einer Pressemitteilung der Stadt Starnberg sagen alles über das Endergebnis der Stadtratswahl, das auch eine Woche nach der Kommunalwahl längst nicht endgültig ist. Der Grund sind vor allem Probleme mit der Erfassungsoftware.

Nachrechnungen hatten ergeben, dass in einigen Briefwahl-Stimmbezirken das Ergebnis erheblich vom Durchschnitt abweicht. Da dort Briefwahlunterlagen aus der ganzen Stadt bunt gemischt ausgezählt wurden, hätte es jedoch ein Ergebnis nahe des Gesamtergebnisses geben müssen, so die Logik. Der Wahlausschuss hat deswegen die Nachzählung dreier Bezirke verfügt - das passiert nun am Donnerstag.

Zudem werden zwei Bezirke speziell hinsichtlich des Abschneidens der Bürgerleiste (BLS) überprüft. Sie hatte nur zehn Kandidaten aufgestellt, nicht 30 wie die anderen sieben Listen. Die Erfassungssoftware kam damit nicht zurecht und hat womöglich bei Stimmzetteln, auf denen die gesamte Liste angekreuzt war, nicht 30 Stimmen für die BLS gerechnet, sondern nur 10. Womöglich kamen auch Wahlhelfer mit dem Programm nicht klar, wobei es jedoch Hinweise auf einen Software-Fehler gibt.

In der Summe sind unter Umständen bis zu 5000 Stimmen bei der Kommunalwahl verloren gegangen. Je nach Ausgang könnte dies das vorläufige Ergebnis beeinflussen, da die Sitzverteilung in einigen Fällen recht knapp ausgefallen ist. Die BLS wäre zudem beinahe aus dem Starnberger Stadtrat geflogen.

Sollten sich Fehlerfassungen bestätigen, könnte eine komplette Neuauszählung nötig werden. Die Starnberger Bürgermeisterwahl ist davon nicht betroffen.

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