Starnberger Westumfahrung

Spatenstich in knapp drei Wochen

Starnberg - Dem Bau der Westumfahrung steht nichts mehr im Weg – eine Vereinbarung über den Bau hat der Stadtrat gebilligt. Die Einrichtung des Baulagers hat begonnen, der Spatenstich soll Anfang April erfolgen.

Die letzte Hürde ist genommen: Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Montagabend Bürgermeisterin Eva John ermächtigt, den Entwurf für die Vereinbarung zum Bau der Starnberger Westumfahrung zu unterzeichnen. Sie ist zwischen dem Staatlichen Bauamt Weilheim und der Stadt ausgehandelt worden. Der Bau beginnt dieser Tage.

Wie berichtet, wird die neue Straße, die den Starnberger Norden und Söcking entlasten soll, in kommunaler Sonderbaulast gebaut. Das bedeutet, dass die Stadt den Bau vorfinanziert, anschließend aber hohe staatliche Zuschüsse zur Refinanzierung erhält. Wie hoch der Rückfluss ist, wollte Dr. Franz Sengl (Grüne) wissen. „Wir wünschen uns 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten“, antwortete John. Insgesamt gehe es um 12,7 Millionen Euro, von denen 250 000 Euro nicht zuwendungsfähig seien. Letztendlich lege die Regierung von Oberbayern den Zuschuss fest. „Der Zuwendungsantrag ist gestellt“, so die Bürgermeisterin.

Ganz ohne andere Umfahrungen ging auch diese Debatte nicht ab. Dr. Jürgen Busse (UWG) hält es für „nicht sehr wahrscheinlich“, dass zusätzlich zur Westumfahrung eine eventuell südlich Hanfeld teilweise parallel verlaufende Nord-Ost-Umfahrung für Starnberg realisiert wird. Allerdings gibt es noch gar keine beschlossene Trasse. Ob eine solche möglich ist und wo, soll erst das kürzlich beschlossene Realisierungskonzept aufzeigen. So gab John dem UWG-Stadtrat auch keine Antwort. „Wir reden über die Westumfahrung“, lautete ihr Hinweis.

Baustelle wird bereits eingerichtet

Die Vorbereitung des Baus liegt im Zeitplan. Nach Angaben von Christian Probst vom Staatlichen Bauamt Weilheim, zuständig für den Landkreis Starnberg, sind Aufträge für fünf neue Brückenbauwerke vergeben worden an eine Firma aus Marktoberdorf. Anfang der Woche habe die Firma begonnen, an der Verbindungsstraße zwischen Hadorf und Söcking das Baustellenlager einzurichten. Mit dem offiziellen Spatenstich rechnet Probst am 7. April, wozu aber die Stadt einlade.

„Heuer werden noch drei Brücken gebaut“, darunter auch die aufwendige Grünbrücke – einem Übergang für Wildtiere über die Westumfahrung. Sie war wie berichtet nachträglich aus Umweltschutzgründen in die Baugenehmigung der Westumfahrung aufgenommen worden. Dort müsse zunächst der Erdaushub am vorgesehenen Geländeeinschnitt beginnen. „Der Straßenbau startet 2017. Mitte 2018 ist die Verkehrsfreigabe vorgesehen“, sagt Christian Probst.

Die Stadt teilte gestern Nachmittag ergänzend mit, dass im Bereich der 79 Meter langen Grünbrücke diese Woche mit den Arbeiten begonnen werde. An der Ortsverbindungsstraße Söcking-Hadorf werden eine Baustellenausfahrt eingerichtet und Stromkabel über die Fahrbahn gelegt. Auf der Verbindungsstraße wird nach Angaben der Stadt wegen der Ausfahrt eine stufenweise Geschwindigkeitsreduzierung von 70 km/h auf 30 km/h eingerichtet. Die Arbeiten an der Grünbrücke werden voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. Eigentlich sollte der Bau schon voriges Jahr beginnen, jedoch gab es Verzögerungen, weil das Staatliche Bauamt nicht alle Grundstücke gesichert sah.

irl/ike

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