Baustopp: Das Landratsamt hat ein Machtwort gesprochen, die Arbeiten am Kinderzentrum St. Nikolaus ruhen. Foto: svJ

Start mit Baustopp

Herrsching - Ein Baustopp verzögert den Ausbau des Kindergartens St. Nikolaus zum großen Kinderzentrum am Mitterweg in Herrsching. Seit 8. Dezember herrscht Stillstand auf der Baustelle.

Als hätte es nicht schon genug Aufregung um das ehemalige Pfarrzentrum am Mitterweg in Herrsching gegeben, verhängte das Landratsamt Ende des Jahres nun einen Baustopp. Weil eine notwendige Brandschutzbescheinigung nach mehrmaliger Aufforderung nicht vorlag, mussten die Arbeiten vorübergehend eingestellt werden. Der Planer musste in der Folge seinen Hut nehmen.

Josef Heiss, bis Ablauf des Jahres Kirchenpfleger der Pfarrei St. Nikolaus, spricht von einer Verzögerung durch den Baustopp von sechs bis acht Wochen. Unterdessen habe das Landratsamt glücklicherweise eine Freigabe für so genannte bauerhaltende Maßnahmen erteilt, freut sich Heiss, denn das Dach war noch nicht dicht, einige Fenster noch nicht eingesetzt. Heiss, der die Fäden von Beginn an in den Händen hatte - vom angedrohten Abriss des ehemaligen Pfarrzentrums über die Sanierung und den Umbau des Höllrieglhauses zu Pfarramt und Pfarrerwohnung bis zum Ausbau des Kindergartens St. Nikolaus zum großen Kinderhaus -, hat mittlerweile alle Verantwortung abgegeben. Zur Wahl des Kirchenpflegers im Dezember stand er nicht mehr zur Verfügung, dieses Amt soll künftig Andreas Lindig ausfüllen.

„Der Aufwand wurde einfach zu viel“, sagt Heiss offen. Aus gesundheitlichen Gründen gab er schon seine politischen Ämter im Gemeinderat und bei der von ihm gegründeten FBU auf. Nachdem sich Diözese und Kirchenstiftung auf den Ausbau der Pfarrzentrums geeinigt hatten, hatte Heiss angekündigt, nur noch dieses Projekt zu Ende bringen zu wollen, um dann endgültig in den verdienten Ruhestand zu gehen. Jetzt ist er doch etwas früher nicht mehr dabei. „In der Form wurde es einfach zu viel“, gesteht Heiss. Er habe aber alles soweit vorbereitet, um es zu einem guten Ende zu bringen. Der neue Planer, Klaus Lemberger, der schon die Sanierung des Höllrieglhauses begleitet habe, sei nun statt seiner der unmittelbare Ansprechpartner. Lemberger wolle auch bis Mitte Januar die noch fehlende Brandschutzbescheinigung nachliefern. Der Betrieb der aktuellen Gruppen kann ab Montag aber uneingeschränkt laufen.

Ursprünglich war geplant, die letzten Arbeiten im April abschließen zu können. Dieser Termin wird sich wohl verschieben. Spätestens im Frühsommer sollen im Kinderzentrum aber drei Kindergartengruppen für jeweils 25 Kinder, vier Krippengruppen für jeweils zwölf Kinder und zwei Hortgruppen für jeweils 25 Kinder ihren Betrieb aufnehmen. Im neuen Kinderzentrum St. Nikolaus werden künftig zirka 30 Mitarbeiter beschäftigt sein.

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