Bus statt Schiff

Herrsching - Der Dießener CSU-Gemeinderat Edgar Maginot hat eine neue Buslinie ins Gespräch gebracht, die die Marktgemeinde am Westufer mit Herrsching verbindet und damit an die S-Bahn anschließt.

Die erfolgreiche, im Stundentakt angebotene Buslinie zwischen Tutzing und Andechs weckt Überlegungen, auch Herrsching und Dießen miteinander zu verbinden. Landrat Karl Roth hat sich generell aufgeschlossen dafür gezeigt, nachdem sie der Dießener CSU-Gemeinderat Edgar Maginot kürzlich in einer Versammlung des Tourismusverbands Starnberger Fünf-Seen-Land ins Gespräch brache.

Bessere öffentliche Anbindungen werden immer wieder gefordert. Bedarf besteht beispielsweise für Kinder in Ausbildung, die von ihren Eltern zur S-Bahn nach Herrsching gebracht und wieder abgeholt werden müssen. Auch viele ältere Dießener Bürger würden davon nach Maginots Meinung profitieren, für die die Schindlbeck-Kinik „das“ Krankenhaus sei. Auch Theaterbesucher und „Nachtschwärmer“ würden einen Anschluss nach der Rückkehr aus München mit der S-Bahn wohl schätzen. Touristen erkundigten sich in Dießen regelmäßig nach Busverbindungen, sagt Maginot.

Vor Jahren hatte das Unternehmen Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) eine Buslinie von Dießen nach München über Riederau, Utting, Schondorf, Greifenberg und Eching eingestellt. Verweise auf Zugverbindungen damals wurden nie als geeigneter Ersatz gesehen. Es gab offenbar schon einige Überlegungen, etwa eine bestehende Busverbindung von Herrsching nach Weilheim so zu leiten, dass Fahrgäste aus einer Buslinie zwischen Dießen und Pähl umsteigen könnten. Sontheim hält es für sinnvoll, die Angelegenheit mit den Nachbarlandkreisen zu besprechen. Landrat Roth betrachtet schon wegen der „Rush-Hour-Zeiten“ Kontakte mit dem Landkreis Landsberg als nützlich. Der Landkreis Starnberg sei für die Prüfung neuer Buslinien generell dann offen, wenn eine Auslastung um etwa 30 Prozent erreichbar erscheint.

Weniger wahrscheinlich dürfte eine Fahrgäste-Verbindung zum Nulltarif sein. Für Maginot ist in dieser Hinsicht der Schwarzwald Vorbild: In dortigen Ferienorten werde eine Gästekarte ausgegeben, mit der Urlauber Busse und Bahnen der Region kostenlos benutzen könnten. Sontheim ist jedoch nicht der Meinung, dass „alles umsonst angeboten werden“ müsse.

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