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AWISTA-Geschäftsführer Peter Wiedemann im Kreisausschuss.

Müllentsorgung in Starnberg

Kreis wehrt sich gegen Wertstofftonnen-Irrsinn

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Landkreis – Man merkte es AWISTA-Geschäftsführer Peter Wiedemann an: Zum Lachen findet er die geplante Neuregelung der Wertstofferfassung nicht. Dessen ungeachtet geriet sein Vortrag zum Thema im Kreisausschuss sehr launig.

L„Das ist die neue Wertstofftonne“, sagte er. Und erklärte anschließend, wie wir in Zukunft unsere Wertstoffe entsorgen sollen, wenn die geplante Neuregelung umgesetzt wird. „Wir brauchen zunächst eine Kofferwaage“, führte Wiedemann aus. Denn in die Wertstofftonne dürften nur „stoffgleiche Nichtverpackungen“, die nicht schwerer als fünf Kilo seien und die zu mindestens 50 Prozent entweder aus Kunststoff oder aus Metall bestünden. Ach ja, in die Tonne passen müssen die Sachen auch noch. Das Bobbycar dürfe in die Tonne, das Waschbecken indes nicht. Klingt nach Wissenschaft und ist auch eine. Eine, die die kommunalen Entsorger zudem in arge Bedrängnis bringen würde. Denn all die Sachen, die gerade beschrieben würden, dürften dann nicht mehr an den Wertstoffhöfen abgegeben werden. „Das ist eine Rosinenpickerei hinsichtlich der werthaltigen Rohstoffe, das entsprechende Fachministerium macht sich damit zum Steigbügelhalter der Privatwirtschaft“, wetterte Wiedemann. Denn Plastik und Altmetall lassen sich gut verkaufen. Doch das Geschäft würde dann nicht die Awista machen, sondern ein Unternehmen, das irgendwo in Berlin oder München den Zuschlag bekommen hat. Die Folge: „Die Müllgebühren bei uns werden steigen“, sagte Wiedemann. Die Neuregelung müsse verhindert werden. Deswegen bat er die Mitglieder des Kreisausschusses, sich in einer Resolution gegen die geplante Neuregelung zu stellen. Diese soll dann an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten in der Region gehen – verbunden mit der Bitte, gegen das neue Gesetz zu arbeiten. Am Ende stimmte einzig Dr. Oswald Gasser aus Seefeld gegen den Entwurf. Die Privatwirtschaft könne das besser als der Kreis, meinte der FDP-Politiker. Selbst Peter Unger (Grüne), der zuvor wieder einmal den Kreishaushalt abgelehnt hatte, stimmte zu. „Die Abfallentsorgung gehört zur kommunalen Daseinsfürsorge“, meinte er. Konnte sich dann aber zumindest einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. „Für Resolutionen sind normalerweise wir Grüne im Kreistag zuständig. Aber wir unterstützen diese hier, weil sie aus relativ seriösem Hause kommt.“

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