Beschwerlicher Weg zur Kirche

St. Stephan Söcking: 44 Stufen und noch keine Lösung

Söcking - 44 oder acht Stufen – so viele sind es, will man zur Söckinger Kirche St. Stephan – für gehbehinderte Menschen oder jene, die auf einen Rollator angewiesen sind, sind es in jedem Fall zu viele. Ob sich das ändern lässt, ist allerdings noch offen.

Die fehlende Barrierefreiheit der Söckinger Kirche St. Stephan beschäftigte Städträte und Rathaus. Gerd Weger (CSU) hat eine Anregung von Ursula Gregor aus Perchting zum Anlass genommen, bei Bürgermeisterin Eva John um Unterstützung für einen barrierefreien Zugang zur Kirche und den dortigen Friedhof zu bitten.

Ihr sei beim Kirchenbesuch aufgefallen, dass Menschen, die auf einen Rollator angewiesen seien, enorme Schwierigkeiten hätten, sowohl in die Kirche als auch auf den Friedhof zu gelangen, erzählte Gregor dem Starnberger Merkur. Weger hat inzwischen genau nachgezählt: 44 Stufen seien vom Westen her und acht Stufen vom Norden her zu überwinden. Er erinnert daran, dass St. Stephan unter Denkmalschutz stehe und ein Wahrzeichen Söckings sei. Kirche und historischer Dorffriedhof stehen unter der Nummer D-1-88-139-109 in der Denkmalliste.

Der CSU-Stadtrat hofft, dass die Stadt Starnberg Geld für einen barrierefreieren Zugang locker macht. Er hat auch schon selbst Gespräche geführt, denn nur wenn die außerhalb des Landkreises lebende Eigentümerin des nördlichen Grundstücks ein Stück ihres Grund und Bodens zur Verfügung stellt, besteht nach Wegers Ansicht die Möglichkeit, einen leichter begehbaren Weg anzulegen. Allerdings erwarte die Nachbarin Entgegenkommen der Stadt hinsichtlich der auf ihrem Grundstück notwendigen Stellplätze, schreibt Weger an John.

Die Bürgermeisterin will die Angelegenheit prüfen, verweist aber darauf, dass die bisherigen Zugänge Kircheneigentum seien. St. Stephan wird sowohl von den Katholiken als auch von evangelischen Kirchgängern genutzt. Wolfgang Wittmann,, der Kirchenpfleger der katholischen Pfarrei St. Ulrich, zu der St. Stephan gehört, würde Verbesserungen begrüßen. „Die wären sicher wünschenswert“, sagte er auf Anfrage und will mit der evangelischen Gemeinde sprechen. Keine Hoffnung macht er allerdings bei der Bezahlung: „Durch den gerade laufenden Umbau des Pfarrhofes von St. Ulrich, zu dem wir einen Zuschuss der Stadt erhalten haben, sind unsere Mittel erschöpft und es ist eher mit einer kleinen Beteiligung zu rechnen.“ Schließlich habe die Pfarrei keine nennenswerten Einkünfte.

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