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Der Maibaumverein Stockdorf legt Hand an: Die Mitglieder – vorne sind Andreas Hack (li.) und Roland Klärl zu sehen – haben am Samstag den künftigen Maibaum für den Baierplatz hereingeholt. Er liegt an der Forstkastenstraße und wird rund um die Uhr bewacht.

Brauchtum

Stockdorfer Stangerl steht bereit

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Der Stockdorfer Maibaum liegt seit Samstag in der Wachhütte bereit. Die Maibaumfreunde Stockdorf haben so wenig Angst vor Dieben, dass sie vor der Maifeier sogar einen Tag der offenen Tür veranstalten.

Stockdorf – Die Maibaumfreunde Stockdorf sind alle zwei Jahre gefragt. Abwechselnd stellen sie einen Maibaum beim Forsthaus Kasten und auf dem Stockdorfer Baierplatz auf. Heuer ist der Baierplatz dran. Der Stamm, der am 1. Mai das Ortszentrum Stockdorfs schmücken wird, liegt seit Samstag in der Wachhütte am Ende der Forstkastenstraße in Stockdorf. Dort wird er bemalt und geschmückt – und dort darf er auch offiziell bestaunt werden. Die Maibaumfreunde machen kein Geheimnis aus dem Lagerplatz ihres Stangerls und laden für Samstag, 28. April, sogar zu einem Tag der offenen Tür ein. „Das wird nichts Aufregendes, es gibt nur ein Kinderprogramm“, sagt der Vizevorsitzende Rolf Pietsch. Und es wird mit Sicherheit ein gemütliches Beisammensein.

Auch der alte Maibaum war 28 Meter lang

Am Samstagvormittag haben die Stockdorfer den Baum aus dem Wald geholt. 36 Mann haben mit angepackt. Sie transportierten die 29,5 Meter hohe Fichte, die im Oktober geschlagen und bereits im Wald geschepst worden war. Und die am Samstag auf 28 Meter gekappt wurde. „Es ist uns hintenraus nicht reingegangen“, sagt Pietsch. Auch der alte Maibaum sei 28 Meter hoch gewesen. Wäre er höher, gäbe es Probleme mit dem Kran. Der Kran ist nur zur Sicherheit am 1. Mai auf dem Baierplatz. „Eine Auflage des Gautinger Ordnungsamts – wir wollen den Baum von Hand aufstellen“, unterstreicht der stellvertretende Vorsitzende. „Außer, es regnet sehr fest, dann nehmen wir den Kran zu Hilfe.“

Das Programm für den 1.Mai steht schon fest. Die Vereinsmitglieder treffen sich um 8 Uhr, um den Baum die schnurgerade Forstkastenstraße zum Baierplatz zu transportieren. Dort beginnt um 10 Uhr die Knochenarbeit für die Mitglieder und das Spektakel für die Zuschauer. Spätestens um 12 Uhr, schätzt Pietsch, kann man die erste Maß auf den neuen Maibaum trinken.

Ab 18 darf man offiziell Mitglied werden

Das Fest verspricht zu gelingen, weil erstmals fast alle Lokale am Baierplatz an einem Strang ziehen. „Das Café Harter bietet Weißwürste an, die ,Würmtalstuben‘ und das Restaurant Singh Gegrilltes“, berichtet Pietsch. Die Gautinger Trachtler, der Trachtenverein d’Würmlust Stamm Gauting, unterhalten die Gäste mit ihren Tänzen. Unter anderem kommt die Kindertanzgruppe. Und das Radhaus Starnberg habe einen Tag der offenen Tür an dem Sonntag, sagt der stellvertretende Vereinschef.

Da kann nichts mehr dazwischen kommen, der Baum kann nicht geklaut werden, ist Pietsch überzeugt. „Wir haben eine Rund-um-die-Uhr-Bewachung. Tagsüber helfen uns auch Senioren aus, nachts sind wir da.“ Die Maibaumfreunde Stockdorf sind tiefenentspannt. Vielleicht wegen der Routine, immerhin sind sie im Gegensatz zu anderen Maibaumvereinen alle zwei Jahre gefragt. Vielleicht wegen der Erfahrung – anders als bei den Burschenschaften in vielen Orten sind bei den Stockdorfern auch ältere Semester dabei. Ab 18 darf man offiziell Mitglied werden, berichtet Pietsch. Der älteste der 38 Aktiven sei 60 Jahre alt, sagt Pietsch.

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