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Vorbereitende Arbeiten für den barrierefreien Umbau des S-Bahnhofs im Gautinger Ortsteil Stockdorf laufen bereits.  

Umbau zur Barrierefreiheit

Mehrere Wochen hält kein Zug in Stockdorf

Der Stockdorfer Bahnhof wird barrierefrei umgebaut. Dafür hält mehrere Wochen lang kein Zug in Stockdorf.

Stockdorf – Die Arbeiten für den heiß ersehnten Umbau zum barrierefreien Bahnhof in Stockdorf haben begonnen: Gestern wurden die alten Fahrradständer abgetragen – und an der Bahnstraße provisorische Ständer aufgebaut. An der Alpenstraße entsteht bis Ende Oktober der neue Bahnsteigzugang mit Lift. Für Fahrzeuge ist die Stockdorfer Bahn-Unterführung schon seit Beginn der Osterferien gesperrt. Am morgigen Samstag startet ab 20 Uhr die Suche nach möglicherweise noch im Boden befindlicher Kriegsmunition – mit Bohrungen direkt am Stockdorfer Gleis, sagt Bernd Honerkamp, Pressesprecher der Deutschen Bahn für Bayern.

Bahn vermutet, dass beim Bahnhof im Zweiten Weltkrieg Bomben abgeworfen wurden

„Wir sind umweltbewusst“, sagt eine alteingesessene Stockdorferin. Mit voll bepackten Einkaufstaschen und -tüten passiert die überzeugte Fahrradfahrerin gestern Vormittag den schmalen Bereich in der gesperrten Bahnunterführung. Westlich der Bahnlinie ab der Einmündung Engerstraße/Kreuzweg gilt für Fahrzeuge Vollsperrung, informiert die Gemeinde Gauting auf ihrer Homepage unter www.gauting.de über den Umbau. Die Umleitungsstrecke über Kreuz- und Himbselweg sowie Alpenstraße ist ausgeschildert. Von Stockdorf Ost nach West gelangen Autofahrer derzeit nur über die Staatsstraße und die Pentenrieder Unterführung in Krailling. „Wir wussten gar nicht, dass die Unterführung gesperrt ist“, sagt die Stockdorfer Apothekerin an der Bahnstraße.

Am Rande der gestrigen Teambesprechung im Bauwagen erklärt Bauleiter Andreas Reichhart von der Firma Rädlinger, dass in Stockdorf Anwohner-Informationen verteilt wurden. Damit der Zugverkehr so wenig wie möglich beeinträchtigt wird, müssen die Arbeiten nämlich in den nächtlichen Zugpausen durchgeführt werden, heißt es auf dem Blatt. Von Samstag, 22. April, bis Montag, 24. April,. werden von 23.30  bis 4 Uhr Kampfmittelsondierungen in den Gleisbereichen vorgenommen. Aufgrund von Bodengutachten und Luftaufnahmen vermute die Bahn, dass beim Stockdorfer Bahnhof im Zweiten Weltkrieg Bomben abgeworfen wurden, erklärt Bauleiter Reichhart. Bei der nächtlichen Sondierung werde nichts in die Luft fliegen, sagt der Bahnsprecher.

Ab 19. Juni bis Ende August wird der Bahnhof nicht mehr angefahren

Und so geht‘s weiter: „Ab 19. Juni bis Ende August wird der Bahnhof Stockdorf nicht mehr angefahren“, heißt es auf der Gemeinde-Homepage. Fahrgäste müssen in dieser Phase nach Planegg und Gauting ausweichen. Nach Stockdorf gibt‘s nur Schienenersatzverkehr mit Bussen: Zwischen 19. Juni und Ende August wird tagsüber und nachts von 23.30 bis 4.40 Uhr der alte Bahnsteig durch einen neuen ersetzt. Am Freitag, 28. April, ist laut Bahnsprecher erster Spatenstich für den Bahnhofsumbau.

Von Christine Cless-Wesle

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