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Die Arbe iten für einen weiteren Fluchtweg an der Alten Schule in Stockdorf laufen.

Eltern-Kind-Programm

Zweiter Fluchtweg fürs beliebte Spielhaus

Darauf haben alle Beteiligten sehnsüchtig gewartet. Die Genehmigung zum Bauantrag für den Umbau der Alten Schule in Stockdorf hatte lange auf sich warten lassen. Jetzt liegt das Dokument auf dem Tisch.

Stockdorf – Die Pädagoginnen Petra und Monika Bezdek sind glücklich. Kurz vor der 30-Jahr-Feier des Eltern-Kind-Programms (EKP) in Stockdorf ist die heiß ersehnte Baugenehmigung des Landratsamts im Gautinger Rathaus eingetroffen. Vor wenigen Tagen haben die Zimmerer mit den Arbeiten begonnen, berichtet Rathaussprecherin Ricarda Polz. Im frei gewordenen oberen Stock der Alten Schule in Stockdorf wird der verlangte zweite Rettungsweg fürs jahrelang gesperrte Holz-Spielhaus eingebaut.

Seit vergangener Woche sei das „Okay“ der Kreisbehörde da, bestätigt Sprecherin Polz auf Anfrage. Die Hochbauchefin im Gautinger Rathaus, Christiane Ait, hatte auf das Zeichen für den Startschuss gewartet. Trotz des aktuellen Baubooms standen die benötigten Handwerker gleich parat, teilt Polz mit. Weil in der 1910 fertiggestellten Alten Schule Stockdorf am Mitterweg die obere Mietwohnung frei geworden war, können die vom Brandschutz geforderten Fluchtwege verwirklicht werden.

Nach Abschluss der verlangten Maßnahme können die nach Schulschluss betreuten 64 Kinder das seit 2003 aus Brandschutzgründen gesperrte Holz-Spielhaus, das sich über zwei Etagen erstreckt, wieder nutzen. Als Schmankerl wird es zudem eine Rutsche vom zweiten Stock ins Freie geben. Insgesamt 150 000 Euro investiert die Gemeinde in die von Architektin Susanne Köhler betreute Maßnahme. Im oberen Stock wird auch eine Küche für die Mittagsbetreuung eingebaut.

Im kommenden Haushaltsjahr sind weitere 100 000 Euro eingeplant: Dann wird das bisher nur über Treppen erreichbare Stockdorfer Bürgerbüro von der Alten Schule in barrierefreie Räume gegenüber im ehemaligen Sparkassengebäude umziehen. Wie berichtet, hat die Gemeinde das Haus, in dem auch Mietwohnungen untergebracht sind, für 2,5 Millionen Euro erworben.

Nach dem Umbau wandert das bisher beengte EKP-Büro in die erste Etage der Alten Schule. Die stark nachgefragte Mittagsbetreuung der Kinder wird nach und nach von 50 auf 75 Plätze aufgestockt.

Petra Bezdek ist froh über die Entwicklung. Das Spielhaus in der Alten Schule hatte einst ihre Mutter, die EKP-Gründerin und Pädagogin Ursula Bezdek, initiiert. Mit dem Oberbrunner Schreiner German Heimrath hatten Väter die Holzkonstruktion mit Rutsche und Kuschelecken in Eigenarbeit gebaut. Dank des zweiten Fluchtwegs darf das Holzspielhaus wieder genutzt werden. „Zur 30-Jahr-Feier am 30. September wird zwar nicht alles fertig“, sagt Petra Bezdek, „aber ein großer Schritt ist getan.“

Christine Cless-Wesle

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