Aufstockung: Stockdorfer Schule muss warten

Stockdorf - Alle wollen es, allein es fehlt am Geld. Deshalb wurde die Aufstockung der Stockdorfer Grundschule nicht um ein Jahr auf 2017 vorgezogen.

Hartnäckig verteidigten Grünen-Sprecher Professor Jürgen Schade und Britta Hundesrügge (FDP) im Haupt- und Finanzausschuss die vorgezogene Aufstockung der Grundschule in Stockdorf: Grünen-, FDP- und SPD-Fraktion wollen mit den Planungen schon im kommenden Jahr starten, der erste Bauabschnitt wäre dann bereits 2017 und nicht, wie ursprünglich beschlossen, 2018. Der Vorstoß fand jedoch keine Mehrheit. Denn wie die mit 2, 24 Millionen Euro kalkulierte Aufstockung der Schule vorzeitig finanziert werden kann, konnten die Fraktionen nicht beantworten.

„Uns ist allen klar, dass die Grundschule in Stockdorf erweitert werden muss“, sagte Hundesrügge. Denn wie in Gauting stiegen auch im größten Teilort Stockdorf die Schülerzahlen. Das spezielle pädagogische Konzept in Stockdorf mit jahrgangsübergreifenden Kooperationsklassen erfordere mehr Räume - und kleinere Klassen, argumentierte die Liberale. Ab heutigem Donnerstag kämen voraussichtlich noch Asylbewerberkinder aus der neuen Stockdorfer Flüchtlingsunterkunft hinzu. Auch diese Schüler hätten erhöhten Sprachförderbedarf in kleinen Gruppen. Folge: Wie von der FDP gefordert müssten die Stockdorfer Klassen schon ab 21, 8 Kindern geteilt werden. Die Liberale appelliert an ihre Ratskollegen: „Unsere Kinder sollten uns das wert sein.“ Deshalb sollte die dringliche Planung der Aufstockung gleich 2016 starten. Das wäre ein Jahr früher als im Gautinger Finanzplan vorgesehen. Laut Sitzungsvorlage hat der Kämmerer die Planungskosten von 150 000 Euro nämlich erst für 2017 auf dem Schirm. 2018 würde dann das Schul-Dach geöffnet. Noch im selben Jahr wäre die Aufstockung für sechs Zusatz-Klassenzimmer über die Bühne. Veranschlagt sind dafür bereits Gesamtkosten von 2, 24 Millionen Euro.

Wie soll der um ein Jahr vorgezogene Baubeginn bezahlt werden? Der Erlös für das Grundstück am Krapfberg 5 ist bereits verplant. Die Aufstockung in Stockdorf sei zwar nötig, befand Michael Vilgertshofer (CSU). Aber als Gemeinderat müsse er auch den Haushalt im Blick haben: Weil in Stockdorf momentan kein Bedarf da ist und Klassen in Bayern erst ab 28 Kindern geteilt werden müssen, gebe es noch nicht einmal staatliche Fördermittel für die vorgezogene Aufstockung. Der Antrag wurde schließlich abgelehnt. cc

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