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Stolz auf neues altes Haus

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Schlüsselübergabe: Kommandant Rubert Müller, Bürgermeister Christian Schiller, Architekt Anton Sommersberger und Vorstand Thomas Bader (v. l.). Foto: Jaksch
Schlüsselübergabe: Kommandant Rubert Müller, Bürgermeister Christian Schiller, Architekt Anton Sommersberger und Vorstand Thomas Bader (v. l.). Foto: Jaksch

Breitbrunn - Nachbarn, Handwerker, Gemeinderäte, Klostersschwestern und Prominenz waren dabei, als Anton Sommersberger mit der symbolischen Übergabe des Schlüssels das „alte Böckhaus“ der Feuerwehr Breitbrunn übergab.

Die Schlüsselgewalt hat nun der Erste Vorsitzende der Breitbrunner Feuerwehr, Thomas Bader. „Angefangen hat alles damit, dass ein notwendig gewordenes neues Löschfahrzeug nicht mehr in die alte Garage passte“, erinnerte Bürgermeister Christian Schiller. Im Jahr 2006 habe die damalige Rathauschefin Christine Hollacher die Verhandlungen mit der St. Josefskongregation aufgenommen. Der Erbbaurechtsvertrag sei schließlich am 1. Februar 2010 beurkundet worden.

Nicht alles, was ursprünglich geplant war, konnte auch umgesetzt werden. Der starke Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen habe dazu geführt, den Ausbau eines Mehrzwecksaales, eines Aufzuges und zusätzlicher Stellplätze auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Damit konnte der ursprüngliche Ansatz von zwei Millionen Euro immerhin auf 1,75 Millionen Euro gedrückt werden. Und auch das: „Ein mehr als 100 Jahre altes Wasserdurchleitungsrecht auf dem Grundstück hat den Zeitplan etwas durcheinander gebracht“, gesteht Schiller (wir berichteten).

Dass der Kostenrahmen eingehalten werden konnte, sei vor allem der exakten Kostenkontrolle durch Günter Pausewang von der Rathaus-Geschäftsleitung und Guido Finster von der Bauverwaltung zu danken. Nicht zuletzt dem „Kümmerer“, CSU-Gemeinderat Willi Welte.

„Ich freue mich, das Haus heute der Feuerwehr übergeben zu können“, sagte Planer Anton Sommersberger und übergab den Schlüssel an Bürgermeister Christian Schiller, der diesen sogleich an den Feuerwehrhäuptling Thomas Bader weiterreichte. Es sei nicht immer einfach gewesen, die Kosten im Griff zu behalten, da neben den bekannten Risiken eine Reihe nicht vorhersehbarer „Besonderheiten“ an dem über 150 Jahre alten Haus zu Tage getreten seien die immer wieder auch besondere Maßnahmen erfordert hätten.

Wie schon der Rathauschef und auch der stellvertretende Landrat Albert Luppert es erwähnt hatten, sei die geforderte europaweite Ausschreibung ein Problem. „Hier kommen Firmen zum Zug, die zwar keinen Handwerksmeister, aber eine gute Rechtsabteilung haben“, bedauerte der Planer. Dennoch: In der Endabrechnung werde die Kalkulation um ein bis zwei Prozent unterschreiten.

„Das neue Haus passt hervorragend in das Ortsbild“, freute sich Thomas Bader und dankte vor allem dem Rathauschef, der Feuerwehr Herrsching, die durch ihren Verzicht auf schnellen Ausbau des eigenen Hauses, den Breitbrunenrn den Weg bereiteten, und Kreisbrandmeister Markus Reichardt. Die große Einweihungsfeier mit Gottesdienst und Fahrzeugweihe soll erst im nächsten Jahr stattfinden. Geplant ist sie am 21.April 2012 unter anderen auch mit Gästen und Freunden aus der italienischen Partnerstadt Ravina Romagnano.

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