Vom Tivoli ins Filmcasino: Christoph (l.) und Fritz Preßmar vor dem Leinwand-Vorhang des Münchner Traditions-Kinos. Inzwischen haben sie ihn nach Gauting an Stephan Döpke verkauft, der ihn bald in seinem Haus aufhängen will. Foto: haag

Ein Stück Filmgeschichte in Gauting

Gauting - Preise hat das Gautinger Filmcasino schon viele erhalten. Nun wurde es auch um ein Stück Filmgeschichte bereichert. Lesen Sie, was sich dort sonst noch ändert.

Im Gautinger Filmcasino am Hauptplatz wird künftig der große Vorhang des legendären Münchner Tivoli-Filmtheaters (hat zum Jahreswechsel aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen) aufgezogen. Fritz Preßmar verkaufte dem Gautinger Kinobetreiber Stephan Döpke den 4,86 Meter hohen und auf jeder Hälfte sieben Meter breiten, in Goldbrokat gehaltenen Leinwand-Vorhang.

Er soll demnächst aufgehängt werden. „Der Motor ist schon da, jetzt müssen wir noch den schweren Rahmen installieren“, sagt Döpke. Dann öffnet sich in Gauting ein Vorhang, der an eine große Zeit und an eines der erfolgreichsten und renommiertesten Kinos in Deutschland sowie an Gäste von Hans Albers über Roman Polanski und Romy Schneider bis zu Bernhard Wicki erinnert.

Neben kleineren Renovierungsmaßnahmen soll in diesem Jahr auch das Programm auf drei Vorstellungen am Tag aufgestockt werden. Den „massiven“ Besucherrückgang 2010 hat Döpke mittlerweile fast schon vergessen. Es bleibt dabei: „Das ist kein Kino für Avatar oder Actionfilme.“ Es ist, so der Kinobetreiber, ein „Familienkino“ mit Anspruch, Kunst und Qualität.

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