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Neue Südbad-Pächter: Bürgermeister Rudolf Krug (M.) begrüßt Martin Hippius (l.) und Martin Reifferscheidt.

Familienbad und keine Szenemeile

Tutzing - Das Tutzinger Südbad wird künftig von Martin Hippius, seinem Bruder Max und Martin Reifferscheid betrieben. Die neuen Pächter werden die Traditionseinrichtung spätestens am 1. Mai 2016 übernehmen.

Hippius ist in der Gastronomieszene ein alter Bekannter: Der 56-Jährige führt seit 1988 das „Buddha“ in Steinebach und war bis Juli Pächter des Kiosks beim „Augustiner“ am Wörthsee. Im Komplex der Stadthalle Germering betreibt er außerdem das „Agua“.

Hippius war einer von 15 Bewerbern und überzeugte die Gemeinde mit einem personell flexiblen Konzept, das das Südbad als Einrichtung für die ganze Familie definiert und ausdrücklich keine „Szene-Meile“ werden soll. Man werde das Angebot eines Biergartens haben, auch schnelle Küche und Eis für die Kinder, sagte Hippius, der sich auch an den Wünschen der Gäste orientieren möchte. Unter zuletzt fünf zur Präsentation eingeladenen Bewerbern kam sein Ansatz den Vorstellungen der Gemeinde am nächsten.

Die Öffnungszeiten des Südbads sollen bis mindestens 21 Uhr ausgedehnt werden, je nach Wetterlage ist ein Betrieb auch bis 23 Uhr möglich. „Wir können das mit unserem bewährten Personalstamm sehr flexibel handhaben“, ist sich Hippius sicher. Sollte es die Witterung erlauben, sei es sogar denkbar, das Südbad während schöner Sonnentage auch im Winter oder schon im April zu öffnen. Auf Vermittlung von Kulturreferentin Brigitte Grande könnte es im Sommer Open-Air-Kino geben – Kontakte zum Tutzinger Kinobetreiber Michael Teubig werde es demnächst geben. Bis zu sechs Veranstaltungen im Jahr, zum Beispiel Sommerfeste, seien grundsätzlich möglich.

Aus Gemeindesicht ändert sich einiges. „Wir werden die Verwaltung der Kabinen übernehmen und für Neuvergaben die Wartelisten führen“, kündigte Bürgermeister Rudolf Krug beim Pressetermin vor Ort an. Wie berichtet, soll die Kabinenmiete künftig an den Erwerb einer Jahreskarte fürs Südbad gekoppelt werden, um ungenutztem Leerstand entgegenzuwirken. In der Vergangenheit habe es deswegen Beschwerden von Bürgerseite gegeben, sagte Krug und betonte: „Wir haben der derzeitigen Pächterin nicht gekündigt, weil wir unzufrieden gewesen wären – der Pachtvertrag läuft halt Ende April 2016 aus und hätte sich automatisch verlängert. Das war für uns der Zeitpunkt, die Frage zu stellen, ist das so alles noch zeitgemäß?“ Es habe sich somit um eine Art Änderungskündigung gehandelt.

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