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Sie arbeiten auch für die Umwelt, und sind stolz darauf: Josef Fiedler, Benedikt Spindler, Bastian Lemberger, Markus Hannebauer, Jörg Bach, Dominik Renelt und Christopher Pleyer.

Tag des Wassers

Müll gehört nicht ins Klo

Heute ist Tag des Wassers. Höchste Zeit, sich daran zu erinnern, dass sauberes Wasser alles andere als selbstverständlich ist. Ein Besuch bei der AWA in Herrsching.

Herrsching Es ist noch keine 100 Jahre her, da landeten Unrat und Fäkalien vor der Haustüre. Diese Zeiten gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Dennoch sterben weltweit täglich 1000 Kinder durch fäkalienverseuchtes Wasser. Der heutige Weltwassertag nimmt sich des Themas an und steht unter dem Motto „Abwasser“. Abwasser ist auch ein Thema, das innerhalb der Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) in Herrsching eine wichtige Rolle spielt, die schließlich 2006 aus dem Abwasserzweckverband Ammersee-West entstanden sind.

Mit der kürzlich gezeigten ZDF-Doku „Leben im Abwasser“ wurde darauf hingewiesen, dass weltweit 2,4 Milliarden Menschen ohne Toilette auskommen. Die Folge: Täglich sterben weltweit rund 1000 Kinder durch fäkalienverseuchtes Wasser. Ziel ist es laut einer 1992 in Rio verabschiedeten UN-Resolution, die breite Öffentlichkeit auf Missstände hinzuweisen und die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten“.

Immenser Aufwand für saubere Umwelt

„Wir reden zwar hauptsächlich über das Trinkwasser. Die AWA kümmern sich aber auch um die sorgfältige Entsorgung beziehungsweise die Wiederaufbereitung des Abwassers“, sagt Thomas Jacobs, technischer Leiter des Kommunalunternehmens. Damit ein reibungsloser Ablauf möglich ist, stehen 58 Abwasserpumpwerke, 285 Kilometer Ortskanäle und 11 000 Hausanschlüsse mit einer Gesamtlänge von 290 Kilometer zur Verfügung. „Insgesamt fallen jährlich 3,5 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser an, die in Kooperation mit den Ammerseewerken in der Kläranlage Eching aufbereitet werden.“ Sorgen bereiten unter anderem die vielen Feuchttücher und Tücher von Bodenwischern, die achtlos in die Toiletten geworfen werden. „Diese lösen sich im Gegensatz zum Toilettenpapier im Abwasser nicht auf und führen in den Pumpen zu starken Verzopfungen und Verstopfungen. Es kommt vermehrt zu Pumpenausfällen“, erklärt Jacobs. Er appelliert an die Verbraucher, die Tücher nicht ins Klo zu werfen, sondern im Mülleimer zu entsorgen. „Nur so bleiben auch die erforderliche Entsorgungssicherheit der insgesamt 11 500 Grundstücke gewährleistet.“

Neue Infotafel soll aufklären

Aber auch Medikamente, Farb- und Lackreste sowie Lösungsmittel gehören nicht in die Toilette. Stolz zeigen sich die Mitarbeiter der AWA auf die Teilnahme beim so genannten Ammerseepfad. Unter dem Motto „Abwasser, Armleuchter und Kolbenente“ weist ein überdimensionales Schild, das von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald angestoßen und von den AWA mit finanziert worden ist, auf eine positive Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt rund um den Ammersee hin. „In den 70er Jahren bauten die Gemeinden im Einzugsgebiet des Ammersee Kläranlagen. Seitdem landen alle gemeindlichen Abwässer dort – und nicht mehr im See. In den vergangenen 30 Jahren hat die Zahl der Kolbenenten stetig zugenommen“, freuen sich die Umweltschützer.

1969 wurde die gemeinsame Kläranlage aller Ammerseegemeinden in Eching errichtet und kontinuierlich den technischen Anforderungen gemäß angepasst. So ist die Unterhaltung der Kanäle und die gesammelte Ableitung des Schmutzwassers ein wichtiger Aspekt beim Erhalt der sehr guten Wasserqualität, betonte Jacobs. Von Uli Singer

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