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Gewagter Auftritt: Weil die Stripperin absagt, muss Simon (Adrian Seidl) selber ran. Scheint der Stimmung aber nicht zu schaden.

MGV Gilching 

Mannsbilder allein zu Haus

Gilching - Ein Männerabend, der aus dem Ruder läuft: Die Theatergruppe des Männergesangvereins Gilching hat eine tolle Premiere hingelegt. 

Geschlechterkampf, Bauchtanz und jede Menge Gaudi gab es am Freitag zur Premiere von „Der Ampfelfinger Männerabend“ in der Gaststätte Widmann. Mit dem beschwingten Dreiakter von Marianne Santl zauberte die Theatergruppe des Männergesangvereins Gilching eine pfundige Komödie auf die Bretter, die im ausverkauften Saal kein Auge trocken ließ.

 „Das ist das schwierigste Stück, das wir bisher gespielt haben. Es gibt viel Handlung und ein wahnsinniges Durcheinander“, erklärte Regisseur Otto Wildmoser. Seit 41 Jahren sorgt Wildmoser mit seiner Stückauswahl stets für ein volles Haus im Oberen Wirt und nimmt die Vorbereitung nicht auf die leichte Schulter. Seit Ende Dezember proben die zwölf Laiendarsteller ein bis zweimal wöchentlich. „Die letzten 14 Tage haben wir sogar täglich geprobt“, so der Theatergruppenleiter. Eine Premiere im doppelten Sinne gab es am Freitag für Gasthauswirt Michael Jakob-Widmann. Unmittelbar vor seinem Auftritt ließ der Gastronom stoisch wissen: „Ich habe kein Lampenfieber“ und erntete als gemütlich-lebensfroher Pfarrer prompt jede Menge Lacher. Wenn die Ampfelfinger Frauen sich mit dem Bus Richtung Hamburg aufmachen, um ein Musical zu genießen, kommen die daheim gebliebenen Mannsbilder freilich schnell auf dumme Gedanken. Schreiner Bertl (Herbert Schäufler) mit Bäckermeister Karl (Hermann Högner) und Kumpel Lorenz planen feuchtfröhlich ihren „feurigen Männerabend“ mit professioneller Stripperin. Bertls Sohn Simon, herrlich keck dargestellt von Adrian Seidl, kassiert das Trio geschäftsmäßig ab, wenn er die super sexy „Partyüberraschung“ via Internet bestellt. Als die Stripperin dann plötzlich absagt und Sohn Simon im knappen Faschingskostüm, BH und Perücke sich nun selber als Bauchtänzerin verdingen muss, läuft die Hausparty vollends aus dem Ruder. „Wo gestern noch die Leber war, ist morgen eine Minibar“, ruft Meßner Lorenz aus. Sogar die als Aufpasserin bestellte allzu brave Theres (Monika Lampe) wird schlechterdings abgefüllt und landet schließlich schlafend in der Badewanne.

 Grauen im Morgengrauen: Als die Frauen vorzeitig heimkehren und das wilde Gelage in der verwüsteten Stube auffliegt, ist guter Rat teuer. Albert Seidl kassiert als Göttergatte Lorenz prompt eine Watschn und bekennt augenzwinkernd während der Theaterpause: „Bei den Proben bin ich dabei schon mal zwei Sekunden bewusstlos geworden.“

 Der Ampfelfinger Männerabend ist noch am 11./13./15./18. und 19. März zu sehen.

Nilda Höhlein

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