Die Tierheime, wie auch das Tierheim Starnberg, werden von einer Welle an Tieren überschwappt.
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Die Tierheime, wie auch das Tierheim Starnberg, werden von einer Welle an Tieren überschwappt.

Tierheim Starnberg

Bitte bleiben Sie achtsam!

Tierheime sind mehr gefordert, denn je. Daher bittet das Tierheim Starnberg achtsam zu bleiben und sich die Anschaffung eines Tieres gut zu überlegen.

Während die erste, zweite oder dritte Corona-Welle das Land teilweise lahmlegt, teilweise spaltet, mindestens aber beeinträchtigt, haben es die Tierheime, auch im Tierheim Starnberg, mit der ersten, zweiten oder dritten Welle an Tieren zu tun, die jetzt angeschafft werden.

Die erste Welle schwappt über das Tierheim Starnberg

Die erste Welle ist schon früh über das Tierheim geschwappt: Billigwelpen, die in Transportern über die Autobahnen verfrachtet werden, von skrupellosen Tierquälern unter grausamen Bedingungen gezüchtet an „sparwillige“ Konsumenten verscherbelt. Nur ein kleiner Teil wird entdeckt und gestoppt. Die Bilder zeugen von immensem Leid, das diese Tiere erleiden müssen, weil sich Menschen günstige Rassehunde wünschen. Die Welpen sind zum größten Teil krank, ungeimpft und zu jung um von der Mutter getrennt zu werden.

Einige der im Tierheim Starnberg angegeben Welpen, sind kurzfristig angeschaffte Tiere, die nun nicht mehr gewollt werden.

Es grenzt schon fast an Perversion, dass solche Hunde in den Tierheimen aufgepäppelt und gesund gepflegt werden und trotz der Vorgeschichte immer wieder an ihre „Vorbesitzer“ zurückgegeben werden müssen. Und das auf Kosten des Tierheims: Durch unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter und einen hohen finanziellen Aufwand. Ein Spitz – oder Malteserwelpe wird zurzeit über Ebay für ca. 2000 Euro gehandelt, da lohnt es sich für die „Tier-Vermehrer“, die gesunden Tiere aus den Tierheimen wieder auszulösen und mit Gewinn weiterzuverkaufen. Was das für die Mitarbeiter der Tierheime bedeutet, die sich dem Tierschutz verpflichtet sehen, kann man sich nicht vorstellen.

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Tierheim Starnberg – zweite Welle bringt weitere Herausforderungen

In der zweiten Welle könnte man sagen, sind all die aus dem Ausland „geretteten“ Hunde, durch das Internet an neue Besitzer gekommen. Sie sehen doch so arm oder süß aus. Sind aber leider auch zu einem genauso florierendem Geschäftsmodell geworden. Da kommen die niedlichen Herdenschutzhunde oder scheue Straßenhunde in die Zweizimmerwohnungen der Tierheime! Sie werden ohne Vor- und Nachkontrollen abgegeben. Die Tiere wachsen ohne sozialen Kontakt zu anderen Hunden und ohne Hundeschule auf, weil diese die meiste Zeit geschlossen sind. Und jetzt, ein Jahr nach Beginn der Pandemie, kommen die neuen Hundebesitzer an ihre Grenzen und nicht wenige Hunde landen in Tierheimen. Diese Hunde sind eine große Herausforderung. Sie bleiben lange im Tierheim, brauchen viel Training und Zeit und verursachen natürlich hohe Kosten, bis sie wieder vermittelbar sind.

Die im Tierheim Starnberg abgegebenen Welpen sind zum größten Teil krank, ungeimpft und zu jung um von der Mutter getrennt zu werden.

Während viele Betriebe wegen der Pandemie an ihre wirtschaftlichen Grenzen stoßen, sind wir das ja leider gewohnt. Von jeher arbeiten die Tierheime am Limit, es gibt kaum feste und planbare Einnahmen. Die Tierheime werden meist nur wahrgenommen, wenn sie gebraucht werden.

Die Tierheime sind da, wenn die Tiere Hilfe brauchen. Wenn kurzfristig angeschaffte Hunde nicht mehr gewollt werden, wilde Katzen kastriert werden müssen oder Messie-Fälle aufgelöst werden. Im letzten Fall müssen dann hunderte Tiere verteilt werden – und das kommt leider immer häufiger vor: Menschen werden immer kränker und die krankhafte Sucht Tiere anzuhäufen gibt es leider immer öfter.

Tierheim warnt vor dritter Welle

Die unsichere finanzielle Corona-Situation ist allerdings eigentlich nichts Neues, hatten die Tierheime die finanzielle Situation ja immer schon. Sie macht aber dennoch noch mehr Angst, wenn man die nächste Welle auf sich zurollen sieht. Wo kommen denn all die Tiere hin, wenn die Menschen wieder Urlaub machen oder arbeiten gehen? Sie werden zuerst auf Ebay verkauft, die Leute wollen ja nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben, und später landen dann doch viele im Tierheim.

Es ist die Aufgabe eines jeden Tierheims, sich um all die Tiere zu kümmern. Die Finanzierung dieser Aufgabe wird allerdings immer herausfordernder. Deshalb freuen sich die Tierheime über jede Spende. Überbrückungshilfen gibt es leider noch nicht. In diesem Sinne schon mal ein großes Dankeschön für Ihren achtsamen Blick, auch auf die Tierheime, wie das Tierheim Starnberg.

Kontakt

Tierschutzverein Starnberg u. Umgebung e.V.
Franziskusweg 34
82319 Starnberg

Telefon: 08151 8782
Web: http://www.tierheim-starnberg.de/

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