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Realschul-See: Das Hochwasser im Juli hat auch an der Realschule Herrsching für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Auf dem Platz vor der Schule hatte sich ein kleiner See gebildet.

Freiwillige Feuerwehr

„Große rote Autos“ immer im Einsatz

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Herrsching/Breitbrunn - Die Feuerwehren aus Herrsching und Breitbrunn haben im Gemeinderat ihren traditionellen Jahresrückblick abgegeben.

Wenn alle Kinder, die die „großen roten Autos“ mit großen runden Augen bestaunen, später in den aktiven Feuerwehrdienst einträten, gäbe es lange keinen Nachwuchsmangel. „Es werden immer mehr“, weiß Herrschings Kommandant Daniel Pleyer, der viele Anfragen aus Kindergärten und Schulen bekommt und die Kleinen auch mal auf den knallfarbenen Mobilen toben lässt. Ob die Begeisterung bis zum Eintrittsalter von zwölf Jahren andauert, vermochte er in der letzten Herrschinger Gemeinderatssitzung dieses Jahres nicht sagen. Es ist unterdessen Tradition, dass die Kommandanten der Wehren aus Herrsching und Breitbrunn, Pleyer mit seinem Stellvertreter Martin Wastian sowie Florian Kleber mit seinem Stellvertreter Stefan Feigl, in der Ratsrunde zu diesem Termin aus ihrem ereignisreichen Jahr berichten.

Pleyer hatte die Zahlen wieder gut verpackt, so dass sich auch ein Laie vorstellen kann, was die Feuerwehr leistet. Nämlich, dass allein die Arbeitsstunden fast vier vollwertige Arbeitsplätze ausfüllen würden. Und dass die Gemeinde inklusive Übungen beim Stundenlohn eines Gesellen von 50 Euro und bei 18 312,82 Stunden sage und schreibe 915 641 Euro sparen würde. Solche Zahlen machen Eindruck. „Eure Hilfe ist unbezahlbar“, wusste auch Bürgermeister Christian Schiller voller Dankbarkeit.

Wer Opfer eines Brandes oder Wasserereignisses geworden ist, wer bei einem Unfall im Wagen eingeklemmt war oder einen Abhang abgestürzt ist oder Zirkusleute, denen ihre Tiere ausgebüxt sind, wissen diese Hilfe ebenso zu schätzen. Pleyer plauderte wie immer, und wie immer sehr deskret aus dem Nähkästchen. Wobei die Brandschützer beim Unwettereinsatz im Juli am meisten gefordert waren. Die Zahlen schnellten durch dieses Ereignis im Vergleich zum Vorjahr von 460 Einsätzen auf 575 in Herrsching und von 56 auf 91 in Breitbrunn. Auch dafür hatte Pleyer eine plakative Rechnung: Es waren 1,8 Einsätze pro Tag in diesem Jahr – Stichtag 30. November. Der Dezember setzt noch eins drauf, das ist sicher. Am Sitzungstag etwa war die Feuerwehr Herrsching in den acht Stunden zuvor viermal ausgerückt, die Breitbrunner „zuletzt heute Nacht“, sagte Kommandant Kleber.

Aufgeschlüsselt ist der First Responder hier wie dort am meisten im Einsatz (Herrsching 367-mal, Breitbrunn 50-mal), für die originäre Aufgabe Brandeinsatz wurde weit weniger ausgerückt (Herrsching 58-mal, Breitbrunn viermal). Technische Hilfeleistungen gab es in Herrsching heuer bislang 150, in Breitbrunn 32, dazu kommen Sicherheitswachen und Freiwillige Leistungen (Herrsching siebenmal, Breitbrunn fünfmal).

Da ist es gut zu wissen, dass die Mannschaften gut aufgestellt sind. Herrsching hat 46 aktive Männer und sechs aktive Frauen im Team, aus der Jugend wachsen 13 Buben und sechs Mädchen nach. Breitbrunn hat 28 Aktive – 24 Männer, vier Frauen. Die Jugendmannschaft ist klein mit zwei Buben und einem Mädchen. Vielleicht ändert sich das, wenn sich das ein oder andere Kindergartenkind im Jugend- oder Erwachsenenalter an die Begeisterung beim Anblick der „großen roten Autos“ erinnert. Im Übrigen macht sich der Landesfeuerwehrverband zurzeit Gedanken darüber, ob nicht sogar eine Kinderfeuerwehr eingerichtet werden könnte.  

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