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Die Traglufthalle steht, wird beheizt und bewacht – Flüchtlinge werden aber voraussichtlich nicht vor Mitte Februar in die Unterkunft am Gilchinger Festplatz einziehen. 

Traglufthalle für Asylbewerber

Teuer, bewacht, beheizt - und leer

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Gilching - In Gilching verursacht die Traglufthalle für Flüchtlinge bereits Kosten, bewohnt wird sie aber nicht. Auch eine Containeranlage lässt auf sich warten.

Sie wird beheizt, beleuchtet und bereits bewacht. Flüchtlinge leben allerdings noch keine in der Traglufthalle auf dem Gilchinger Festplatz am Starnberger Weg. Die Kosten für die Unterkunft belaufen sich auf 50 000 Euro pro Monat. „Wir können aber nicht mit einer Belegung vor Mitte Februar rechnen“, verkündete Manfred Walter in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Grund: Lieferschwierigkeiten. Ein Teil des Sanitärcontainers für die Halle fehle noch. Der Bürgermeister sprach von einem „schwierigen Thema“, zumal der Kommune die Zeit davonrennt und der Platz ausgeht.

Aus dem Landratsamt hatte Walter erfahren, wie es in diesem Jahr weitergeht. Demnach sollen bis Ende 2016 rund 4400 Asylsuchende im Landkreis leben. Für Gilching bedeute das ein Kontingent von 594. Im Moment sind es aber nur 78, weil die Erstaufnahmeeinrichtung in der Rathaushalle nicht dazuzähle. Davon ausgehend, dass in der Traglufthalle 198 Flüchtlinge unterkämen, bliebe noch Bedarf für 318 Menschen. Aber wo?

Walter: „Wir werden uns im Februar wieder darüber unterhalten.“ Zumal es neben der leer stehenden Traglufthalle weitere „Baustellen“ gibt. Mit der geplanten Containeranlage auf dem Gelände der Straßenmeisterei an der Landsberger Straße gehe es schleppend voran. Freistaat und Landkreis waren sich nicht einig, wer bauen soll. Für Walter „ein unerträglicher Zustand“. SPD-Parteikollege Christian Winklmeier ging noch weiter und prangerte das Zögern der Staatsregierung an: „Es geht seit einem halben Jahr nichts voran. Warum stellen wir die Container nicht einfach hin. Da will ich Herrn Seehofer sehen, dass er uns die wieder abbaut.“ Aus der CSU-Fraktion gab’s Gegenwind: „Das ist die Aufforderung zum Rechtsbruch.“ Landkreis-Sprecher Stefan Diebl erklärte gestern, dass der Freistaat die Container jetzt selbst bauen wolle.

Um den in diesem Jahr weiter steigenden Bedarf zu decken, befinde man sich in Gilching schon wieder auf der Suche nach neuen Flächen. So berichtete Walter, dass das Landratsamt das Areal neben dem Obdachlosenheim (Weßlinger Straße) ins Spiel bringt. Ein Standort, den man im Rat bislang wegen des möglichen Konfliktpotenzials abgelehnt hatte. Eine zusätzliche Containeranlage oder die Nutzung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle - alles denkbare Szenarien. Walter: „Das Landratsamt verhandelt mit privaten Eigentümern, die ihr Grundstück zur Verfügung stellen könnten.“

Bei der Rathaushalle sei mit einer Nutzungsverlängerung bis 30. April zu rechnen. Wie es dann weitergeht? „Da kann ich keine Garantien geben“, so Walter. Danach müsse die Halle rückgebaut und saniert werden. „Wir sind am 7. Mai Ausrichter eines bayernweiten Turniers, aber ich arbeite mal lieber an einem Plan B“, erklärte Gerd Schmitz, Leiter der Abteilung Tischtennis im TSV Gilching-Argelsried. Bürgermeister Walter hält das für eine gute Idee. Man wisse nie, was beim Thema Flüchtlinge noch kommt.

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