Mit dem traditionellen Rautenmuster verzieren Mario Kopatsch und Michael Ginder vom Hechendorfer Burschenverein den Riesenbaum. foto: fkn

Aus Trotz: Maibaum noch länger

Hechendorf - Den längsten Maibaum im Landkreis Starnberg stellen die Burschen am Sonntag in Hechendorf auf. Ihren alten mussten sie im vergangenen Jahr umsägen - zu Unrecht, wie sich herausstellte.

Zwei Gutachter hatten einen Pilzbefall festgestellt, der 37 Meter lange Baum musste weg. Nachdem der Burschenverein das Zunftstangerl zersägt hatten, stellte sich allerdings heraus, dass alles halb so wild war und der Baum hätte stehen bleiben können.

„Ich denke mal, es kann sich jeder vorstellen, wie verärgert wir über diese Situation waren, aber wir konnten nichts mehr machen“, sagt Martin Dosch vom Burschenverein. Die Burschen ließen sich aber nicht entmutigen und fuhren in den Wald und holten sich einen neuen Baum. Und zwar „den längsten Maibaum im ganzen Landkreis Starnberg“, betont Dosch. 41,50 Meter ist das Prachstangerl lang, hat ein Volumen von 4,15 Kubikmetern und wiegt 2,5 Tonnen. Termingerecht in der richtigen Mondphase um Weihnachten sei er geschlagen worden, das sei ganz wichtig, betont Dosch. Wo man solch makellose Bäume findet, verrät Dosch nicht. Denn mit den Maibäumen sei es ähnlich wie mit den Schwammerln - die besten Plätze seien ein gut gehütetes Geheimnis.

Mittlerweile hat der Riese auch schon seine Bemalung erhalten und wird streng bewacht. „Denn die Unterbrunner sind überall“, weiß Dosch. Die haben bekanntlich heuer bereits ihren insgesamt 59. Baum gestohlen, und die Hechendorfer befürchten, dass die Unterbrunner als 60. den größten im Landkreis ins Visier genommen haben könnten - den Hechendorfer. „Es waren schon sehr viele Späher da, die um die Halle geschlichen sind“, so Dosch. Ob die nächtlichen Gäste aus Unterbrunn kamen, weiß er allerdings nicht.

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