Tunnel Etterschlag

Trümmer in der Röhre und zu hohe Lkw

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Etterschlag - Im Etterschlager Tunnel ist am Dienstagmorgen ein Lkw gegen die Innenwände geprallt. Die Gründe sind unklar, der Sachschaden mit etwa 45000 Euro hoch. 

Kaum ist er fertig, ist auch schon wieder was kaputt: Ein 46-jähriger Mann hat am Dienstagmorgen um 7.48 Uhr im Etterschlager Tunnel die Kontrolle über seinen Lkw verloren und das Innere des Etterschlager Tunnels beschädigt. Laut Autobahnpolizei verteilten sich Trümmerteile des aus der Slowakei stammenden Lastwagens, der mit Fensterscheiben beladen war, auf bis zu 100 Metern. Die Ladung wurde nicht beschädigt.

Warum der Mann mit seinem Lkw die Innenwände des Tunnels streifte, ist nicht bekannt. „Er kann es sich selbst nicht erklären“, sagte gestern ein Sprecher der Autobahnpolizei in Fürstenfeldbruck. Der Fahrer wurde leicht verletzt, insgesamt entstand Sachschaden in Höhe von 45 000 Euro. Weitere Autofahrer und Fahrzeuge waren nicht beteiligt. In Richtung Lindau entstand ein langer Stau, gegen 10 Uhr entspannte sich die Lage.

Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion, bewertet den Unfall als nicht so dramatisch. „Es wurden nur Lärmschutzelemente und ein Hydrant beschädigt“, sagte er. Die Reparaturen könnten zügig erfolgen. Anders wäre das, wenn bei einem Unfall kompliziertere Technik und Elektronik beschädigt würden. „Die Lieferfristen sind bei einigen Elementen sehr lang, dass kann dann dauern.“ Die Sanierung des Etterschlager Tunnels ist erst vor wenigen Wochen abgeschlossen worden und hat laut Seebacher 24 Millionen Euro gekostet. Weil der Tunnel weniger als 400 Meter lang ist, verfügt er zwar über nicht so viel High-Tech wie beispielsweise der Aubinger Tunnel. Dennoch steckt auch das Etterschlager Bauwerk voller Sensoren, Elektronik, Technik. Über Kameras wurde die Autobahndirektion am Montagmorgen auch sofort informiert, der Unfall wurde aufgezeichnet.

Größere Probleme macht allerdings derzeit die Höhenkontrolle. „Das hat sich noch nicht herumgesprochen. Jedenfalls wird sie zwei, drei Mal die Woche durch zu hohe Lkw ausgelöst“, berichtet Seebacher. Zuletzt gestern in der Früh. Vier Meter Höhe sind erlaubt, dazu kommen etwa 25 Zentimeter Spielraum. Trotzdem müssen immer wieder Polizei und Autobahnmeisterei ausrücken, um die Laster dann entweder vorsichtig durch oder wieder heraus aus dem Tunnel zu lotsen. „Manchmal hilft es, die Luft aus dem Reifen zu lassen“, sagt Seebacher. Eine mühsame Prozedur, so oder so, und immer ärgerlich für die Autofahrer, die warten müssen. „Wir hoffen aber, dass sich das unter den Speditionen bald herumspricht mit der Höhenkontrolle“, sagt Seebacher. Zuvor hatten nur Schilder auf die Höhen-Begrenzung des Tunnels hingewiesen.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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