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Eine ganz starke Partie lieferte Tom Strohbach gegen den deutschen Rekordmeister ab. Der Außenangreifer war mit 21 Zählern der punktbeste Spieler auf dem Feld. 

Volleyball

TSV Herrsching bringt die Fans zum Ausrasten

Der TSV Herrsching hat am Samstag erneut den VfB Friedrichshafen in den Tie-Break gezwungen. Zu einem Sieg über den deutschen Rekordmeister hat es aber wieder nicht gereicht.

HerrschingWie im Hinspiel zwangen die Volleyballer des TSV Herrsching den großen VfB Friedrichshafen am Samstag in den Tie-Break. Zwar ging der entscheidende fünfte Satz wie vor knapp zwei Monaten erneut verloren, doch im Herrschinger Lager grämte man sich nach der 2:3 (22:25, 7:25, 36:34, 25:23, 9:15)-Niederlage nicht sonderlich lange.

Immerhin hatte man dem Spitzenreiter einen Punkt abgeknöpft. Dieser kann am Ende im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation noch Gold wert sein. Zumal der TV Bühl, aktuell Tabellensiebter, eine doch überraschende 0:3-Schlappe in Rottenburg kassierte. Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde liegen die Ammerseer drei Punkte vor Bühl auf Platz sechs.

TSV-Trainer Max Hauser zeigte sich „zufrieden“ nach der 127-Minuten-Nummer. Nach dem zweiten Satz, der deutlich mit 7:25 verloren ging, hatte Hauser seiner Mannschaft gesagt: „Wir holen hier den Tie-Break.“ Während die knapp 80 mitgereisten Herrschinger Schlachtenbummler, de sich gegen die knapp 2200 Heimfans lautstark Gehör verschafften, vermutlich mit einer schnellen Rückreise an den Ammersee planten, erhörten die Spieler ihren Coach. Hauser änderte das System, für den etwas glücklosen Matt Tarantino (Angriffsquote 17%) rückte Julius Höfer auf die Diagonalangreifer-Position. Allerdings war der Lockenkopf auch nur unwesentlich erfolgreicher (22%). Aber in der Annahme stand Herrsching fortan sicherer, allen voran Tom Strohbach (Annahmequote 56%). Im Angriff war der 24-Jährige mit 21 Zählern zudem der punktbeste Akteur auf dem Feld. Vielleicht hatten die Gastgeber schon etwas zu voreilig auf den Feier-Modus umgeschaltet. Die Pokalsieger-Party mit ihren Fans musste jedenfalls um eine Stunde aufgeschoben werden.

Einem nahezu ausgeglichenen ersten Satz (22:25) folgte eine deutliche Abfuhr in Durchgang zwei. Das 7:25 war der deutlichste Satzverlust in der Herrschinger Bundesliga-Geschichte überhaupt. Doch der selbsternannte Geilste Club der Welt kämpfte sich ins Spiel zurück, In einem fast schon epischen dritten Satz wehrte Herrsching insgesamt sieben Matchbälle der Häfler ab. Am Ende verwandelte der TSV seinerseits den dritten Satzball zum 36:34. Auch dieser Rekord-Satzgewinn wird in die Herrschinger Annalen eingehen.

Nicht nur die knapp 80 Herrschinger Schlachtenbummler wollten nun mehr. Ausgerechnet der Ex-Herrschinger Daniel Malescha „verwandelte“ im vierten Durchgang mit einem Schmetterball ins Aus den ersten Herrschinger Satzball zum 25:23 – 2:2, Tie-Break. Der Herrschinger Fanblock rastete förmlich aus. Doch die totale Ekstase blieb aus. Auch weil sich die Hausherren wieder fingen und konzentrierter zu Werke gingen. Letztlich deutlich mit 15:9 ging der Tie-Break an den Rekordmeister.

„Natürlich hätte ich gerne 3:0 gewonnen. Aber die Woche hat viel Kraft gekostet“, diktierte VfB-Coach Vital Heynen den Reportern in die Blöcke. Hauser meinte: „Soweit sind wir noch nicht, dass wir aus einem 0:2 ein 3:2 in Friedrichshafen machen.“

Dirk Schiffner

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