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Nordportal des geplanten Starnberger Tunnels: Der Bund stellt vorerst kein Geld bereit, auch nicht für Teilprojekte.

Starnberger Verkehr

Bund hat den B2-Tunnel nicht auf der Liste

Starnberg - Der Bund wird dieses und wahrscheinlich auch nächstes Jahr kein Geld für den B 2-Tunnel in Starnberg bereitstellen. Damit werden Alternativen immer dringender.

Für den B 2-Entlastungstunnel in Starnberg wird es weder heuer noch voraussichtlich im kommenden Jahr Geld vom Bund geben – nicht für die Gesamt- und nicht für eine Teilmaßnahme. Das hat die Pressestelle des Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage des Starnberger Merkur  mitgeteilt. Der Bund finanziert derweil andere Vorhaben wie die ähnlich teure Umgehung von Oberau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

„Der B 2-Entlastungstunnel Starnberg ist im Straßenbauplan (Anlage zum Bundeshaushaltsplan 2014) nicht enthalten. Das gilt auch für den Entwurf des Straßenbauplans 2015“, teilte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit. Hoffnungen, in absehbarer Zeit wenigstens mit zehn Millionen Euro für den Durchstich von der Petersbrunner zur Münchner Straße beginnen zu können, haben sich somit nicht erfüllt. Das Tunnelprojekt steht noch mit der Einstufung „vordringlicher Bedarf“ im alten Bundesverkehrswegeplan, den der Bund spätestens Ende 2016 durch einen neuen ersetzen will, ebenso im Investitionsrahmenplan bis 2015. Das Baurecht ist rechtskräftig, auch wenn über eine Klage aus 2012 gegen den Planfeststellungsbeschluss noch nicht entschieden wurde.

Der Freistaat Bayern hat das Projekt erst vor kurzem für den neuen Bundesverkehrswegeplan wieder angemeldet (wir berichteten). Bisher seien allerdings wesentlich mehr Projekte benannt „als im jeweiligen Geltungsraum finanzielle Mittel voraussichtlich zur Verfügung stehen werden“. Deshalb würden die Einstufungen der Vorhaben nach „vordringlichem Bedarf“ und „weitere Bedarf“ von Bundesregierung und Bundestag neu festgelegt, wobei auch „netzkonzeptionelle, raumordnerische, städtebaulich und ökologische Aspekte“ einzubeziehen seien.

Wann eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Starnberger Tunnelprojektes getroffen wird, kann das Ministerium derzeit nicht sagen. Die Baukosten werden auf mehr als 160 Millionen Euro geschätzt.

Damit steigt der Druck auf die Politik, Alternativen zu suchen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Stadtrat eine entsprechende Entscheidung getroffen, sich Umfahrungsmöglichkeiten genau anzusehen.

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