Das Kloster der Missionsbenediktinerinnen wird bald wieder zur Baustelle. Die alte Turnhalle soll durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: Lorenz Goslich

Missionsbenediktinerinnen

Neubau für die alte Turnhalle

Im Kloster der Tutzinger Missionsbenediktinerinnen steht eine größere Baumaßnahme bevor: Die bisherige Turnhalle soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die Planungen dafür laufen beim Schulwerk der Diözese Augsburg, das Träger der Benedictus-Realschule ist.

TutzingVerschiedene Standorte auf dem Klostergelände sind bereits in die Überlegungen einbezogen worden, so beim Gröberweg oder direkt gegenüber der Realschule. Derzeit sieht es aber eher nach einem Neubau an der Stelle der bisherigen Turnhalle aus. Nach Angaben von Peter Kosak, dem Leiter des Schulwerks, soll die neue Halle größer werden als die alte, die nach seinen Worten nicht mehr den aktuellen Normvorschriften entspricht.

Der Grund des Klosters gehört zwar nicht der Diözese, sondern den Missionsbenediktinerinnen. Doch nach Angaben von Priorin Ruth Schönenberger liegt die Planung für die neue Turnhalle ganz beim Schulwerk, einer 1975 von der Diözese Augsburg errichteten Stiftung. Mehrere Vorgespräche über das Turnhallenprojekt haben nach Kosaks Worten bereits stattgefunden. Auch eine so genannte Machbarkeitsstudie für das Projekt sei schon erstellt worden.

Kosak spricht von einem „Gesamtkonzept“, das in Abstimmung mit der Gemeinde Tutzing und dem Landratsamt Starnberg erstellt werden müsse. Eine wesentliche Rolle spielt nach seinen Angaben der Raumbedarf anderer Tutzinger Schulen, deren Schüler die Kloster-Turnhalle nutzen, während Schüler der Benedictus-Realschule umgekehrt auch in anderen Hallen wie zum Beispiel der Dreifachturnhalle an der Bernrieder Straße Sport ausüben.

Aber auch aus anderen Gründen hat die Kloster-Turnhalle für Tutzing in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. So ist sie – wie mehr noch das Roncallihaus der katholischen Pfarrgemeinde – in eine gewisse Ersatzfunktion getreten, nachdem andere früher viel genutzte Räume wie die alte TSV-Turnhalle und der Saal im „Andechser Hof“ nicht mehr zur Verfügung standen. Für die Tutzinger Heimatbühne etwa ist die Kloster-Turnhalle nach dem Abbruch der TSV-Halle zum neuen Proben- und Aufführungsraum geworden.

Kosak zeigt sich durchaus offen für weitere Wünsche aus der Gemeinde wegen einer Mitnutzung der Halle und entsprechende Informationen. Eine Realisierung des Projekts werde vom Schulwerk so bald wie möglich angestrebt.

Von Lorenz Goslich

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