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Feiern den TSV: Vizevorsitzende Karin Goslich, Vorsitzender Hans Ulrich Dillmann und Willi Eisele, der für die 100-Jahr-Feier verantwortlich war.

125 Jahre TSV Tutzing

Freude, Sport und zwei Wünsche

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Der TSV Tutzing feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Zum Geburtstag gibt es Wünsche und ein Jubiläumsprogramm. Und die Suche nach einem neuen Vorsitzenden.

Tutzing – 1883 ging es dann ganz schnell. Am 1. März traf sich eine Gruppe Tutzinger im Gasthaus Zum König Ludwig an der Hauptstraße, um einen Sportverein zu gründen. Die Männer legten die Statuten fest und schickten sie ans Königliche Registergericht nach München. Gute zwei Wochen später gab es den Turn- und Sportverein Tutzing offiziell: Das Gericht erteilte dem TSV Tutzing am 16. März 1883 „die Sanktion“, wie es in der Chronik zum 100. Jubiläum heißt.

Eine Chronik gibt es zum 125. Jubiläum nicht. Das würde zu viel von der ehrenamtlichen Arbeitskraft kosten, die der 1800-Mitglieder-Verein so dringend braucht. Sehr wohl aber präsentieren sich die Tutzinger Sportler auf vielfache Weise, wie Vorsitzender Hans Ulrich Dillmann in einem Pressegespräch erläutert.

Jubiläum auch zur Mitgliederwerbung nutzen

Herzstück des Jubiläums wird der Festabend am Samstag, 9. Juni, in der TSV-Turnhalle an der Bernrieder Straße. Und zwar anders als üblich: „Wir wollten nicht einen Festredner und drei, vier Grußworte“, unterstreicht Dillmann. Stattdessen wird es einen Podiumsdiskussion um und über den Sport und das Ehrenamt geben, moderiert von BR-Moderator Thorsten Otto. Auf dem Podium werden neben Bürgermeisterin Marlene Greinwald und Dillmann eine Otto-Normal-

Sportlerin sitzen, Abteilungsleiter des Vereins und „für das Philosophische Dr. Jochen Wagner von der Evangelischen Akademie“, sagt Dillmann. Am Sonntag, 10. Juni, präsentiert sich der Verein mit einem großen Sport- und Familienfest im Würmseestadion. „Wir wollen das Jubiläum auch nutzen, um neue Mitglieder zu werben“, sagt Dillmann.

TSV-Fußballer: Aufstieg im Jubiläumsjahr?

Dabei läuft es gut für den TSV, seit er 2011 von der Greinwald- an die Bernrieder Straße in die neue Dreifachturnhalle gezogen ist. Die Zahl der Mitglieder sei um 350 auf 1800 gestiegen. „20 Prozent der Tutzinger sind im TSV organisiert.“ Stolz ist Dillmann, dass die Hälfte der Mitglieder Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Ausbildung sind.

Rund 100 Trainingsstunden pro Woche bietet der TSV an, er beschäftigt 70 Übungsleiter. Der Verein hat sechs Sparten: Fußball, Leichtathletik, Ski, Tischtennis, Turnen und Fitness sowie Volleyball. Die Höchstklassierten sind die Tischtennisspieler, die Fußballer, so Dillmann zuversichtlich, könnten im Jubiläumsjahr wieder aufsteigen. „Sie sind hochmotiviert“, sagt Abteilungsleiterin Bettina Krause.

Wünsche hat der TSV natürlich auch zu seinem Geburtstag. Zum einen wünscht er sich mehr finanzielle Unterstützung von der Gemeinde Tutzing. Zum anderen wäre es schön, wenn es wieder ein Sportlerstüberl gäbe. „Zum Sport gehört das anschließende Beisammensein unbedingt dazu“, sagt der Träger des TSV-Ehrenrings, Willi Eisele, ein echtes TSV-Urgestein. Sein Großvater Nikolaus ist Gründungsmitglied gewesen, sein Vater war in der Turnabteilung schwer engagiert. So sehr, dass der kleine Willi erst einmal turnen musste, bevor er Fußball spielen durfte.

Bisher reicht Schnee für Volkslanglauf nicht

Ein Wermutstropfen ist die Ankündigung Dillmanns, im Juni bei den anstehenden Neuwahlen nicht mehr als Vorsitzender kandidieren zu wollen. „Das habe ich schon bei den letzten Wahlen angekündigt“, erklärt der Vorsitzende. Er sei neun Jahre Vorsitzender und zwölf Jahre im Vorstand aktiv gewesen. Der 69-Jährige sagt: „Jetzt ist es genug, ich möchte keine Verpflichtungen mehr haben.“

Dass er in einer schwierigen Zeit – damals ging es um den Neubau der Dreifachturnhalle und um die Auseinandersetzungen zwischen TSV und Gemeinde um Gestaltung und Trägerschaft – eingestiegen sei, erklärt Dillmann so: „Ich wollte dem Verein etwas zurückgeben von dem, was ich erhalten habe: Meine beiden Söhne wurden hier sportlich, gesellschaftlich und gemeinschaftlich ausgebildet.“

Diesen Geist, den ein Verein bestenfalls hat, hat auch die Gründer seinerzeit getragen. Jetzt trägt er die einzelnen Abteilungen. Sie werden sich mit eigenen Aktionen im Rahmen des 125-jährigen Bestehens präsentieren. Die Ski-Abteilung plant einen SUP-Wettbewerb. Ein Volkslanglauf ist auch geplant, aber bisher reicht der Schnee nicht.

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