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So soll die neue Wohnanlage aussehen: Am Beringerweg entstehen derzeit zwei Mehrfamilienhäuser (mittig, mit grauem Dach). Rechts sind die „Pschorr-Höfe“ am Beringerweg zu sehen sowie die Einmündung in die Lindemannstraße.

Sperrung wegen Bauprojekt

23 neue Wohnungen auf dem Tutzinger Sonnendeck: Es kommt zu einer Straßensperrung

Zwei größere Mehrfamilienhäuser entstehen in Tutzing. Wegen des Blicks auf den Starnberger Sees heißt das Projekt „Sonnendeck Tutzing“.

Tutzing – Oberhalb der Bahngleise in Tutzing setzt sich die mehrstöckige Bebauung fort. Zwischen den vor Jahren errichteten drei „Pschorr-Höfen“ und der Siedlung an Anton-Bartl- und der Kirschnerstraße folgen nun zwei größere Mehrfamilienhäuser. Wegen der beginnenden Hochbauarbeiten sperrt die Gemeinde ab kommenden Montag, 18. Februar, den Beringerweg halbseitig für den Autoverkehr, und zwar im Einmündungsbereich in die Staatsstraße 2066, die Lindemannstraße. Der fließende Verkehr wird mit Ampeln geregelt. Der Gehweg wird komplett gesperrt, als Ersatz gibt es einen Notgehweg. Diese Regelungen sollen bis Oktober dieses Jahres dauern, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Der Beringerweg wird als südliche Zufahrt zu den Park & Ride-Plätzen westlich des Tutzinger Bahnhofs viel genutzt. Andreas Fischer, Projektleiter beim verantwortlichen Unternehmen KM-Wohnbau in Haar, bittet die Bevölkerung um Verständnis, das er allerdings manchmal in solchen Fällen vermisst. In den beiden neuen Häusern sollen 23 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen mit Größen von 46 bis 118 Quadratmetern entstehen.

Kritik im Gemeinderat wegen der Größe der Häuser

Die Größe der beiden Gebäude war im Gemeinderat auf Kritik gestoßen, doch die Mehrheit hatte die Verdichtung in Bahnhofsnähe als akzeptabel betrachtet – auch angesichts der schon ansehnlichen Bebauung in der Nachbarschaft. Weitere Neubauten sind auf der östlichen Seite der Bahngleise, an der Bahnhofstraße und der Heinrich-Vogl-Straße, vorgesehen. Für dieses Gebiet ist ein Rahmenplan in Arbeit.

Die Bauarbeiten für die beiden neuen Mehrfamilienhäuser hatten Mitte vorigen Jahres mit Hangabgrabungen begonnen. Im Herbst trat aus der Baustelle Wasser aus, doch dieses Problem scheint gelöst zu sein. „Das Wasser wurde kontrolliert gefasst, von Schwebstoffen und Sand gefiltert und dann kontrolliert abgeleitet“, sagt Fischer. Seitdem sei es zu keinerlei weiteren Beeinträchtigungen der Verkehrsflächen gekommen.

KM-Wohnbau gehört zum Unternehmen Hausbau Fischer, von dem zum Beispiel das fünfstöckige Geschäftsgebäude „Muc23“ in Haar oder die „17 Linden“ in Feldkirchen stammen. Ihr Tutzinger Projekt nennt die Firma wegen der Hanglage und der Südausrichtung mit Blick auf den Starnberger See „Sonnendeck Tutzing“. Die Spanne der Kaufpreise für die Wohnungen reicht von rund 400 000 Euro bis etwa 1,1 Millionen Euro. Seit Anfang Februar läuft der Vertrieb. Verkaufsleiter Maximilian Weck berichtet von einer hohen Nachfrage. Der Wohnraummangel und die geringe Zahl von Neubauvorhaben in der Region seien zu spüren. Einige Interessenten kommen nach Wecks Angaben aus Tutzing und aus der Starnberger Region, andere aus München, einige auch aus dem Norden Deutschlands.  

Lorenz Goslich

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