Akademiedirektorin Prof. Ursula Münch begrüßt die Gäste des Sommerfestes. Foto: svj

Tutzinger Akademie auf Partnersuche

Tutzing - Die Akademie für politische Bildung fällt zunehmend durch Partnerschaften auf. Direktorin Ursula Münch hat auf dem Sommerfest weitere Kooperationen angekündigt.

Prof. Ursula Münch schien fast selbst überrascht zu sein. „Wir haben entdeckt, dass es viele Bezugspunkte zur politischen Bildung jenseits der Branchen gibt, an die man zunächst denken würde“, sagte die Chefin der Akademie für politische Bildung in Tutzing am Freitag zu den gut 500 Gästen ihres Sommerfestes. Beispielhaft erwähnte sie eine Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Informatik, die vom nächsten Jahr an geplant ist.

Die Partner der Akademie werden immer vielfältiger. Neben dem langjährigen Partner Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen gehören dazu mittlerweile die Bayerische Ingenieurkammer Bau, der Bayerische Städtetag, Ex-Verfassungsgerichtspräsident Prof. Hans-Jürgen Papier, der Rocksänger Peter Maffay und auch das Fünf Seen Filmfestival. Ein „Filmgespräch“ am 2. August (13.30 Uhr) wird in der Akademie aufgenommen und im Sender ARD Alpha ausgestrahlt.

Eine Fernsehpartnerschaft pflegt die Akademie auch mit der Evangelischen Akademie in Tutzing und der Katholischen Akademie in München: Gemeinsam sind sie für eine Fernsehserie Akademie-Sommergespräch verantwortlich, die demnächst im Sender ARD Alpha ausgestrahlt wird - eine Initiative von Udo Hahn, dem Direktor der Evangelischen Akademie. Der erste Beitrag „Grenzenlose Bedrohung, begrenzte Freiheit“, der im Rahmen der Sendung „Denkzeit“ am 25. Juli ab 22.30 Uhr ausgestrahlt wird, stammt von der Akademie für politische Bildung. Fürs Fernsehen aufgezeichnet wird am 27. Juli auch eine öffentliche Podiumsdiskussion in der Akademie zur aktuellen Asylpolitik.

Der Standort Tutzing ist aber nach Auffassung der Akademiechefin nicht für alle Themen geeignet. So wurde Ende Juni eine ebenfalls mit Partnern veranstaltete Tagung über „das Vereinigte Königreich und Europa“ auf der Fraueninsel im Chiemsee abgehalten. In Tutzing, meinte Münch, wäre es „zu kontinental“ gewesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Briten bei ihrem Referendum für einen EU-Ausstieg - „Brexit“ - stimmen werden, ist laut Münch nach den Erkenntnissen auf der Tagung „deutlich größer, als wir auf dem Kontinent es wahrnehmen. Ein solcher Brexit wäre nicht nur unter wirtschaftlichen Aspekten für die Europäische Union geradezu katastrophal“, sagte sie. Das Vereinigte Königreich sei stark mit sich selbst und der Suche nach den Resten von „Britishness“ beschäftigt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Insgesamt 441 Fälle, 219 Menschen nicht mehr in Quarantäne
Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis ist dramatisch gestiegen - und die Situation ändert sich beinahe jede Minute. Das Neuste zur Lage lesen Sie in unserem Ticker.
Insgesamt 441 Fälle, 219 Menschen nicht mehr in Quarantäne
Nur für Einheimische: AWISTA öffnet sechs Wertstoffhöfe
Der AWISTA öffnet ab Mitte nächster Woche einige Wertstoffhöfe, es gelten strenge Regeln für Abstände, Anfahrt und dergleichen. Eingelassen werden nur Einheimische.
Nur für Einheimische: AWISTA öffnet sechs Wertstoffhöfe
Aufstiegsheld Ritzer nach Oster-Pleite vor dem Aus
Vor 30 Jahren wird SpVgg-Trainer Gerd Ritzer nach zwei Niederlagen kurz vor Ostern angezählt. Drei Wochen später wird er gefeuert.
Aufstiegsheld Ritzer nach Oster-Pleite vor dem Aus
Roberto Seidel zieht Gilchings Register
Roberto Seidel übernimmt in der Pfarrgemeinde St. Sebastian in Gilching das Amt des Kirchenmusikers.
Roberto Seidel zieht Gilchings Register

Kommentare