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Alle Baustellen der Wasserwacht auf einem Foto: Robert Lettenbauer, Technischer Leiter der BRK-Wasserwacht Tutzing, zeigt den maroden Steg, der bis zur nächsten Badesaison erneuert wird. Die Seilwinde für das Boot ist ebenso erneuerungsbedürftig und auch das Dach der Wachstation. 

Am Tutzinger Südbad 

Wasserwacht startet Steg-Sanierung

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Die Badesaison ist beendet, doch für die Wasserwacht Tutzing geht die Arbeit weiter. Die Ehrenamtlichen müssen dringend ihren Steg sanieren, und auch die Wachstation braucht ein neues Dach.

Tutzing – Es ist schon lange klar: Der Steg der Tutzinger Wasserwacht am Südbad ist in schlechtem Zustand und muss erneuert werden. Jetzt, nach der Badesaison, gehen die Ehrenamtlichen des BRK dieses Projekt an. Der Technische Leiter der Wasserwacht, Robert Lettenbauer, schätzt, dass die Arbeiten spätestens Anfang 2020 über die Bühne gehen.

Dabei hoffen die Helfer auf weitere Spenden für das kostenintensive Projekt. Zudem sind sie selber im Einsatz, um die Kosten möglichst gering zu halten. Denn eine zweite, wichtige Sache steht an: die Sanierung des Dachs der Rettungsstation. Dort geht es den Helfern nass rein. Und die Seilwinde muss auch noch repariert werden.

Der alte Steg muss komplett erneuert und auch neu gegründet werden. „Die Pfosten setzt eine Baufirma“, erklärt Lettenbauer. Die Laufbretter wollen er und seine Kollegen selber befestigen. Der neue Steg soll etwa zehn Meter länger und vor allem breiter werden. „So breit, dass wir mit vier Personen einen liegenden Patienten ohne Probleme vom Boot zum Land transportieren können.“ In Kombination mit der neuen, ebenfalls verlängerten Schienenanlage sei damit ein zuverlässiges Ein- und Aussteigen gewährleistet.

Lettenbauer und seine Wasserwachtskollegen sind erfindungsreich, wenn es ans Reparieren geht. Die Gleisanlage, die vergangenes Jahr ihren Geist aufgegeben hatte, wurde mit Hilfe von Sach- und Geldspenden und viel Eigenleistung repariert (wir berichteten). Ähnlich wird es beim maroden Steg und beim Dach ihrer Rettungsstation laufen.

Der Rotary Club Tutzing hat der Wasserwacht bereits 5000 Euro zukommen lassen. „Jetzt haben wir eine Firma aufgetan, die uns Material spendet“, sagt Lettenbauer. Schätzungsweise spart sich die Wasserwacht damit rund 5000 Euro.

Vergangene Woche gab es einen Besprechungstermin mit einer Baufirma der Gemeinde, die sich ebenfalls finanziell beteiligt. „In den kommenden zwei Wochen wollen wir klären, wann ein Baubeginn möglich wäre“, sagt der Technische Leiter.

Der Steg ist eine Baustelle, die Wachstation eine weitere. Das Dach sei undicht, sagt Lettenbauer. Wasserlachen bilden sich noch nicht, aber die Helfer haben deutliche feuchte Flecken bemerkt. „Unter den alten Bitumenschindeln ist eine Holzkonstruktion“, sagt Lettenbauer. „Holz mag Feuchtigkeit gar nicht“, weiß er.

Für das Dach ist der Plan, erst einmal zu schauen, ob die Holzkonstruktion noch in Ordnung ist, bevor ein neues Metalldach draufkommt. Lettenbauer hofft sehr darauf, denn wenn Zimmererarbeiten nötig würden, würde die Sache nochmals wesentlich teurer.

Die Arbeiten für eine neue Seilwinde sind auch noch nicht abgeschlossen. Sie ist nötig, um das Boot der Helfer aus und ins Wasser zu befördern. „Die alte Winde ist nicht mehr zertifizierungsfähig“, erklärt Lettenbauer.

Die Helfer hoffen deshalb auf weitere Spenden aus der Bevölkerung. Insgesamt wollen sie rund 10 000 Euro zum Steg beisteuern. „Wir haben üblicherweise laufende Kosten von 5000 Euro im Jahr.“ Da seien keine großen Sprünge drin. Deshalb will die Wasserwacht nochmals mit Hilfe eines Flyers die Tutzinger um Hilfe bitten.

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